500-Kilo-Bombe in Düren erfolgreich entschärft

Von: mvb
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An insgesamt 15 Sperrstellen wurde der Zugang zur Dürener Innenstadt abgeriegelt. Foto: Abels
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Eine halbe Stunde nach Beginn der Entschärfung konnten alle Beteiligten aufatmen, der fünf Zentner schwere Sprengkörper war entschärft und musste nur noch geborgen werden. Foto: Abels
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Eine halbe Stunde nach Beginn der Entschärfung konnten alle Beteiligten aufatmen, der fünf Zentner schwere Sprengkörper war entschärft und musste nur noch geborgen werden. Foto: Abels
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Polizei und Feuerwehr fuhren mit Lautsprecherwagen die Innenstadt ab, um die Bewohner zum Verlassen ihrer Wohnungen aufzufordern. Foto: Sistemich
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Polizei und Feuerwehr fuhren mit Lautsprecherwagen die Innenstadt ab, um die Bewohner zum Verlassen ihrer Wohnungen aufzufordern. Foto: Abels
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Viele der gut 4000 Evakuierten wurden im Wirteltor-Gymnasium untergebracht. Foto: Rose
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Die Polizei informiert die Bürger über die aktuellen Maßnahmen. Foto: Franz Sistemich
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Ein Großteil des Stadtkerns war von der Evakuierung betroffen. Screenshot: Google Maps

Düren. Nachdem eine in Düren bei Bauarbeiten gefundene 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Mittwochabend erfolgreich entschärft worden ist, konnten die zuvor etwa 4000 evakuierten Bewohner der Innenstadt noch vor Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nach dem Fund der Bombe am frühen Nachmittag in einem Hinterhof an der Kleinen Zenthofstraße hatte die Polizei gegen 19 Uhr an insgesamt 15 Sperrstellen die Zufahrten zur Dürener Innenstadt abgeriegelt. Anschließend begann im Umkreis von 300 Metern um den Fundort der Bombe die Evakuierung der etwa 4000 Betroffenen, die sich mehrheitlich „einsichtig und kooperativ“ verhielten, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Einzelne Menschen weigerten sich jedoch auch, ihre Wohnung zu verlassen, sodass die Beamten einschreiten mussten.

Knapp 400 Evakuierte wurden für die Dauer der Sperrung im Dürener Wirteltor-Gymnasium untergebracht, viele fanden kurzfristig bei Freunden und Verwandten Unterkunft. Für ältere und pflegebedürftige Menschen wurden geeignete Plätze in Krankenhäusern eingerichtet.

Verkehrsbehinderungen durch die Evakuierung gab es lediglich in geringem Ausmaß an den einzelnen Sperrstellen und vor dem Gymnasium, da einige Bewohner nach Angaben der Polizei auch ihre Autos aus der Gefahrenzone brachten.

Nachdem der erfolgreiche Abschluss der Evakuierung durch einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera bestätigt worden war, begann der Kampfmittelräumdienst gegen 22.10 Uhr mit der Entschärfung der Bombe. Eine halbe Stunde später konnten dann alle Beteiligten aufatmen, der fünf Zentner schwere Sprengkörper war entschärft und musste nur noch geborgen werden.

Gegen 23.15 Uhr wurden die Sperrstellen aufgelöst, an denen im Laufe des Abends ein vermisster 10-Jähriger aus Euskirchen gefunden und zwei alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr gezogen worden waren. So konnten die Dürener noch vor Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren.

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