500 Jahre die Stadt Düren mit geprägt

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Jochen Schoeller (2. v.l.) und seine Frau Ina übergaben jetzt Christel Kreutzer und Bernd Hahne vom Stadtmuseum ein erstes Exemplar der Schoeller-Familiengeschichte.

Düren. Die Familie Schoeller ist mit der Geschichte der Stadt Düren so eng verbunden wie kaum eine andere. Im 17. Jahrhundert aus der Eifel, wo sie als Reitmeister im Metallgewerbe tätig waren, an die Rur gekommen, haben Träger dieses Namens in Düren nicht nur zahlreiche, zum Teil heute noch existierende Unternehmen gegründet, sondern auch durch ihr politisches und soziales Wirken bleibende Spuren in dieser Stadt hinterlassen.

Ausgehend von dem als Stammvater angesehenen Philipp Dietrich Schoeller (1645-1707) verbreiten sich Mitglieder der Familie über Deutschland, Österreich-Ungarn, die Schweiz, Italien und Frankreich bis in die Vereinigten Staaten und werden auch in diesen Ländern unternehmerisch tätig.

Die Tuchfabrik

Für Düren im 19. Jahrhundert ist besonders Heinrich Leopold Schoeller (1792-1884) bedeutsam, der auf der Basis der von ihm zur Blüte geführten Tuchfabrik Leopold Schoeller & Söhne vielfältige wirtschaftliche und politische Initiativen entwickelt. So war er maßgeblich beteiligt am Bau der Landstraße nach Köln und trug wesentlich dazu bei, dass die Rheinische Eisenbahn 1841 über Düren und nicht über Jülich geführt wurde. Er war Mitbegründer der Flachsspinnerei und richtete in der Tuchfabrik auch die Anfänge der Teppichherstellung ein, aus denen später die Anker-Teppichfabrik entstehen sollte.

Diese und eine beeindruckende Fülle weiterer Informationen sind jetzt zusammengetragen in einem opulenten, reich illustrierten Band „Schoeller. Familien- und Firmengeschichte. 500 Jahre unternehmerische Verantwortung“, der seit kurzem vorliegt. Das 450 Seiten starke Werk gibt nicht nur einen Überblick über die Familiengeschichte, sondern porträtiert auch die weitgefächerten Schoellerschen Unternehmungen. Jochen Schoeller, Ko-Autor und Mitglied des Familienvorstands, übergab jetzt mit seiner Frau Ina dem Dürener Stadtmuseum ein Exemplar dieses für die Stadtgeschichte eminent wichtigen Buches.

Christel Kreutzer, die sich schon seit langem mit der Rolle der Unternehmerfamilien in Düren beschäftigt, und Bernd Hahne vom Stadtmuseum freuten sich sichtlich über dieses wertvolle Geschenk, das auch für die eigene Forschung wichtige Impulse geben wird.

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