500 Helfer beteiligen sich am Frühjahrsputz

Von: Stephan Johnen
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Frühjahrsputz: Anne Hellwig und Jürgen Bernais legten in der Innenstadt an. Foto: Stephan Johnen
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Yannick, Diego und David halfen in Niederau beim Frühjahrsputz. Im Hintergrund des Fotos sind Sandra und Michael Kessel im Einsatz. Foto: Stephan Johnen

Düren. Der äußerst hartnäckige Winter hatte dem Dürener Service Betrieb im März einen Strich durch die Rechnung gemacht – und die 15. Auflage des „Dürener Frühjahrsputzes“ musste verschoben werden. Am Samstag aber schien nun beim zweiten Anlauf die Sonne, und etwa 500 ehrenamtliche Helfer machten sich in allen Stadtteilen an die Arbeit.

Einige verirrte Regentropfen wurden ignoriert. Die volle Aufmerksamkeit der Helfer galt schließlich dem achtlos weggeworfenen Müll. Entlang der Rur, an Straßen, in Wäldern und rund um Spielplätze kam von 9 bis 12 Uhr einiges an Plastikbechern, Scherben, Papier und sonstigem Unrat zusammen.

Am Frühjahrsputz beteiligen sich seit vielen Jahren Vereine ebenso wie Jugendgruppen, Einzelpersonen und Nachbarn, die gemeinsam ein Zeichen für mehr Sauberkeit setzen wollen. An anderen Terminen beteiligen sich auch Schulen und Kindergärten an der Aktion des DSB.

„Wir sind jetzt sieben Jahren dabei“, erklärte Michael Kessel, Vorsitzender des Niederauer Sportclubs für Asphalt- und Eisstockschießen. Rund um die vom Verein gepachtete Anlage zwischen Schenkel-Schoeller-Stift und Schloss Burgau waren Kessel und seine Mitstreiter mit zum Teil eigens für diese Aufgabe selbst hergestellten Werkzeugen im Einsatz. „Natürlich halten die Anlage das ganze Jahr über sauber. Aber an diesem Tag wollen wir auch ein gut sichtbares öffentliche Zeichen setzen“, sagte Kessel. Die Botschaft hat der DSB formuliert: „clean is cool“. Eine mögliche Übersetzung liefert Michael Kessel: „Der Weg zum nächsten Mülleimer kann eigentlich nicht zu weit sein.“

Am Ende des Frühjahrsputzes sammelten sich beim Dürener Service Betrieb fast vier Tonnen Abfall, den die fleißigen Helfer aus Gebüschen, an Uferböschungen , in Waldstücken und auf Spielplätzen gesammelt hatten. Darunter mehrere Autoreifen, ein komplettes Fahrrad, eine Autobatterie, Stühle, Parkbänke und verrottete Teppiche. Etwas kurios war der Fund eines Autos – ein Modell, das sonst auf Jahrmärkten seine Runden dreht. Die Teilnehmer des Frühjahrsputzes stolperten über das Karussell-Gefährt, der DSB übernahm das Abschleppen und die Verschrottung.

Doch auch ganz praktische Hinweise gingen im Laufe des Samstag bei Nicole Jäger vom Dürener Service Betrieb ein. So hatten sich beispielsweise Anwohner der Frankenstraße und der Straße „Sturmsberg“ an der Aktion beteiligt und in ihrer Nachbarschaft ordentlich aufgeräumt und die Grünstreifen von achtlos weggeworfenem Unrat befreit. Mehrere Säcke Abfall kamen auf diese Weise zusammen. Als Bitte gaben sie Nicole Jäger mit auf den Weg, der DSB möge doch an diesen Straßen zwei Papierkörbe aufstellen. Es mag zwar Zeitgenossen geben, denen auch der kürzeste Weg zum Mülleimer noch zu weit ist, doch wer weiß: Vielleicht kommt die Botschaft des Frühjahrsputzes ja an. „Wenn wir jemanden sehen, der seinen Müll einfach wegwirft, sprechen wir ihn darauf an. Das mag den ein oder anderen schon zum Nachdenken bewegen“, ist Michael Kessel aus Niederau überzeugt.

Als Dankeschön hatte der Service Betrieb anschließend alle Helfer zu einer kleinen Stärkung eingeladen. Auf dem Dürener Wochenmarkt gab es Reibekuchen. Dort wurde im lockeren Gespräch auch beschlossen, im kommenden Jahr noch einmal einen eigenen Aufruf an die Bewohner der City zu starten, sich an der Aktion zu beteiligen. In Niederau hingegen hatten die Mitglieder des Sportclubs für Asphalt- und Eisstockschießen am Rande der Asphaltbahnen den Grill angeworfen, um sich selbst zu belohnen. „Eine Stärkung gehört nach der Arbeit dazu“, betonte der Vorsitzende. Danach betätigten sich die Mitglieder auch noch sportlich. Den Müll haben sie selbstverständlich mit nach Hause genommen.

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