50-jähriger Dürener wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Von: jab
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Düren/Aachen. Nach einem „Treuetest” muss sich seit Mittwoch ein 50 Jahre alter Mann aus Düren wegen versuchten Totschlags vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen verantworten.

Er soll einem Bekannten im Streit eine abgebrochene Bierflasche in den Hals gedrückt haben. Der 43-Jährige wäre daran fast verblutet.

Ende Juli 2011 hatten sich der Angeklagte und seine Freundin mit einem anderen Paar zu einer feucht-fröhlichen Runde getroffen. Den Weg, um Getränke-Nachschub zu besorgen, sollen die aktuelle Lebensgefährtin des Angeklagten und der befreundete Mann genutzt haben, um die Treue der beiden in der Wohnung verbliebenen Ex-Eheleute auf die Probe zu stellen. Als alle vier wieder zusammen waren, soll es zu einem Streit und Beschimpfungen zwischen den beiden Männern gekommen sein.

Nach Angaben des Verteidigers Christoph Rühlmann wird im Prozess zu prüfen sein, ob dem Geschehen auch eine tätliche Auseinandersetzung vorausging und die Bluttat möglicherweise aus einer Notwehr-Situation heraus entsprang. Jetzt wurde lediglich die Anklageschrift verlesen.

Während der Angeklagte nach der Tat aus der Wohnung floh, leistete eine Frau erste Hilfe und die andere alarmierte die Rettungskräfte. Das Opfer konnte nach drei Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Der Prozess ist auf drei Verhandlungstage terminiert. Er soll am 19. Januar weiter- und am 3. Februar zu Ende gehen.

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