46-jähriger aus Düren muss für über drei Jahre in Haft

Von: hp
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Das Dürener Schöffengericht verurteilte einen 46-Jährigen Dürener zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten. Symbolbild: Markus Scholz/dpa

Düren. Die Unschuldsbeteuerungen des Angeklagten blieben ohne Wirkung. Das Dürener Schöffengericht verurteilte einen 46-Jährigen aus Bosnien-Herzegowina, der seit mehreren Jahren in Düren lebt, zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten.

Dem Mann wurden Betrügereien im Jahr 2010 vorgeworfen. Das Opfer: Eine inzwischen 62-Jährige. Die Schadensumme liegt laut Gericht bei über 200.000 Euro. Außerdem wurde dem Mann vorgeworfen, im November 2013 gewerbsmäßig und mit Komplizen Wohnungseinbrüche in Lendersdorf, Schmidt und Thum begangen zu haben. In einem Fall machte die Bande offensichtlich keine Beute, weil sie von den Bewohnern überrascht wurde.

Zu Beginn des Prozesses hatte der Staatsanwalt deutlich gemacht, dass die Ermittler den 46-Jährigen für den Kopf der Einbrecherbande halten. Die Tätergruppe war auf der Fahrt zum Tatort in Lendersdorf von der Polizei abgehört worden. Einige abgehörte Textpassagen waren dem Angeklagten zuzuordnen.

Was seine vermeintliche Rolle als Drahtzieher betrifft, wurde es am fünften Verhandlungstag für den Angeklagten eng. Ein Zeuge sagte aus, dass ein Beschuldigter aus Bosnien-Herzegowina den jetzigen Angeklagten beschuldigt habe. Dieser habe ihn zu Straftaten gedrängt, um so die „Reisespesen“ nach Deutschland „abzuarbeiten“.

Richterin Christina Lange folgte mit der Verurteilung wegen schweren Bandendiebstahls in drei Fällen sowie gewerbsmäßigen Betrugs in 34 Fällen fast dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die auf eine Gesamtstrafe von vier Jahren plädiert hatte.

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