45 Jahre Städtepartnerschaft: „Wie eine Arznei gegen Rassismus“

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Beim Festakt zum runden Geburtstag der Städtepartnerschaft in Österreich wurde die Bedeutung der Freundschaft immer wieder betont.

Düren. „Es war ein wunderschöner Besuch bei Freunden“, fasst Sabine Briscot-Junkersdorf, Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Düren für Altmünster am Traunsee, die Eindrücke der großen Dürener Delegation zusammen, die zur Feier des 45-jährigen Bestehens der Partnerschaft in die österreichische Partnergemeinde gefahren waren.

Bürgermeister, Fraktionsvorsitzende, Bezirksausschussmitglieder und viele Menschen aus Niederau, dem Stadtteil, aus dem die Partnerschaft vor 45 Jahren hervorgegangen ist, brachen auf, um sich mit den Menschen in der Marktgemeinde gemeinsam über die lange Verbundenheit zu freuen.

Zur Wiege der Partnerschaft

Elisabeth Feichtinger, Bürgermeisterin von Altmünster, hatte sich ein ganz besonderes Programm für die Gäste aus Düren ausgedacht. So traf man sich am ersten Tag nach Wanderung und Salzburgbesuch abends in Neukirchen in der Gaststätte „Sägemühle“, wo vor 45 Jahren die Partnerschaft begann.

„Der Startpunkt einer guten Freundschaft“, brachte Partnerschaftsreferent Franz Spiesberger es auf den Punkt. Nach einem Festumzug, an dem alle an der Partnerschaft beteiligten Ortsvereine aus Neukirchen und Niederau teilnahmen, moderierte Josef Spiesberger locker und kurzweilig den Festakt mit Zeitzeugen aus den 45 Jahren der Partnerschaft.

45 Jahre, das sei viel länger als sie alt ist, sagte Österreichs jüngste Bürgermeisterin Elisabeth Feichtinger bei ihrer Festrede. Sie sei mit der Partnerschaft aufgewachsen und immer eingebunden gewesen. Gemeinsam mit ihrem Vater Berthold Feichtinger gab sie gesanglich ein Loblied auf die Freundschaft zum Besten.

Bürgermeister Paul Larue hob in seiner Ansprache wichtige Aspekte der Partnerschaft hervor. Es sei ein Herzenswunsch, zum Beispiel von Ehrenpartnerschaftsreferent Franz Spiesberger, dass sich junge Leute in die Partnerschaft einbringen, wie im Austausch der Feuerwehren und mit dem Besuch des Kinderchores der Dürener Pfarre St. Lukas in Altmünster sowie über Jahrzehnte beim Schüleraustausch im Sommer geschehen.

Um dieses Anliegen zu unterstreichen, überreichte Paul Larue als Geschenk einen Gutschein für ein Gastkonzert eines Musikensembles der Musikschule Düren am Traunsee. Die Begegnung zwischen Menschen verschiedener Länder sei in Zeiten tiefer Krisen in Europa und der Welt „die beste Arznei gegen Krankheiten wie Nationalismus, Rassismus und Extremismus. Wer befreundet ist, lässt sich nicht gegeneinander radikalisieren!“ Er dankte allen „Motoren“ der Partnerschaft für ihr Engagement.

Die Gäste aus Düren nahmen von ihrem Jubiläumsbesuch wunderschöne Erinnerungen mit: an eine Schifffahrt auf dem Traunsee in strahlendem Herbstsonnenschein, an einen gelungenen Festumzug sowie an einen kurzweiligen Festakt, an eine besinnliche Steirische Harmonikamesse und vor allen Dingen an viele unvergessliche Begegnungen mit Freunden.

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