45-jähriger Vergewaltiger auch als Geldfälscher entlarvt

Von: hp
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Nach dem Landgericht Aachen verurteilte auch das Dürener Schöffengericht den Dürener: Er bekam weitere 19 Monate Haft ohne Bewährung. Symbolfoto: dpa

Düren. Wegen gewerbsmäßiger Geldfälschung und dem unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln schickt das Dürener Schöffengericht einen 45-jährigen Dürener für ein Jahr und sieben Monate ins Gefängnis. Die Strafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt.

Das Gericht unter Vorsitz von Richterin Verena Neft folgte der Argumentation der Verteidigung, die von einer positiven Sozialprognose und „besonderen persönlichen Umständen“ gesprochen hatte, nicht.

Der Angeklagte war im September 2014 in einem Einkaufszentrum am Heerweg einer Kassiererin aufgefallen, als er seine Waren mit drei falschen 100-Euro-Scheinen bezahlen wollte. Eine Kollegin entlarvte die Scheine definitiv als „Blüten“ und kündigte an, die Polizei zu rufen. Daraufhin soll der Angeklagte dieser Mitarbeiterin die Falschgeld-Scheine aus der Hand gerissen haben.

Diese Zeugin schilderte vor Gericht, dass der Kunde sämtliche Waren zurückgelassen habe, nachdem sein Versuch, mit einer Karte zu zahlen, ebenfalls gescheitert war. Der Angeklagte hatte die Zahlung mit den auffälligen Scheinen eingeräumt, sprach aber von Unwissenheit.

Schutzbehauptung

Vielmehr habe er einen größeren Geldbetrag von einem Bekannten erhalten. Der so in Verdacht geratene 43-Jährige sagte vor Gericht aus, dem Angeklagten nie einen größeren Betrag schuldig gewesen zu sein und von einem Umschlag mit Geld nichts zu wissen.

Da die Aussage des Angeklagten widersprüchlich war – bei der Polizei und vor Gericht nannte er unterschiedliche Beträge – werteten das Gericht und die Staatsanwaltschaft diese Darstellung als reine Schutzbehauptung. Ins Gewicht fiel zudem, dass auf dem sichergestellten Computer des 45-Jährigen hochwertige Software zum Einscannen von Banknoten gefunden worden war.

Andererseits sah das Gericht wegen des damaligen Alkohol- und Drogenkonsums eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten als gegeben an, die sich auf die Höhe des Strafmaßes auswirkte.

Ob dies für den Angeklagten wirklich spürbar wird, bleibt offen. Denn am Rande des Prozesses in Düren wurde bekannt, dass der Angeklagte am Mittwoch dieser Woche wegen Vergewaltigung unter Verwendung von K.-o.-Tropfen sowie Körperverletzung vom Landgericht Aachen zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde.

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