Düren - 44-Jähriger räumt nur einen von zwei Einbrüchen ein

44-Jähriger räumt nur einen von zwei Einbrüchen ein

Von: hp
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Düren. Um zwei Wohnungseinbrüche geht es derzeit in einem Prozess vor dem Dürener Schöffengericht.

Die Staatsanwaltschaft hat einen 44 Jahre alten Mann aus Düren angeklagt und wirft ihm vor, diese Taten am Silvesterabend 2010 und am 2. Januar 2011 begangen zu haben.

Der Angeklagte wiederum hat seine Aussage zu dem Vorfall Anfang Januar „bereits modifiziert”, wie der Vorsitzende Richter Dr. Stephan Ebeling zu Beginn der Hauptverhandlung erklärte.

Wegen seiner Schulden habe er damals Schraubenzieher aus seinem Keller geholt und damit am 2. Januar ein Wohnungsfenster aufgehebelt. Genau 115,20 Euro habe er in der Wohnung erbeutet, bestätigt der Angeklagte eine entsprechende Vorhaltung des Richters. Doch kurz nach der Tat wurde der 44-Jährige von der Polizei festgenommen.

Im weiteren Prozessverlauf gab er zu, dass auf Fotos aus der Gerichtsakte zu sehende Gegenstände, darunter Handschuhe, eine Taschenlampe, zwei Schraubenzieher und Schuhe, deren Spuren am Tatort gesichert wurden, ihm gehören.

Völlig anders sieht es dagegen mit der Tat am Silvesterabend 2010 aus. Diesen Einbruch bestreitet der Angeklagte vehement. Seine beiden Kinder aus der geschiedenen Ehe seien an diesem Tag zunächst bei ihm gewesen und zwischen 18 und 19 Uhr zu Freunden gegangen. Er selbst habe den Silvesterabend bei seinen Eltern verbracht. Die beiden Senioren bestätigen dies.

Man habe stundenlang ein Gesellschaftsspiel gespielt und zwischendurch - wie immer am letzten Tag des Jahres - Kartoffelsalat mit Würstchen gegessen. Mit Rücksicht auf den Hund seien sie wegen des zu erwartenden Raketen- und Knallerlärms etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht zu Bett gegangen. Der Sohn beziehungsweise Stiefsohn sei ebenfalls nach Hause gegangen, um sich um seine Katze zu kümmern. Er könne also gar nicht der Einbrecher am 31. Dezember gewesen sein.

In der Hauptverhandlung sprach der Vorsitzende Richter ein Gutachten des Landeskriminalamtes an, in dem ausgewertete Tatortspuren bewertet werden. Diesem Gutachten widersprach der Verteidiger mit der Begründung, es sei „nicht logisch und nachvollziehbar”. Ebeling verzichtete deshalb am ersten Prozesstag auf die Verlesung dieses Gutachtens. Vielmehr soll nun der Gutachter selbst vor dem Schöffengericht erscheinen und zu Details befragt werden. Der Prozess wird fortgesetzt.
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