Aachen/Düren - 41-Jährige bei Messerattacke schuldunfähig

41-Jährige bei Messerattacke schuldunfähig

Von: wos
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Aachen/Düren. Die 41-Jährige leide unter einer schweren Psychose, stellte das Aachener Schwurgericht in seiner Entscheidung am Dienstag fest. Das Gericht folgte damit dem psychiatrischen Gutachten.

Darin wurde festgestellt, dass die Hausfrau aus Düren an akuten Wahnvorstellungen leide, wenn sie nicht unter ärztlicher Aufsicht ist. Die Mutter eines zwölfjährigen Sohnes hatte nach den Feststellungen des Gerichts versucht, in einem Anfall von paranoiden Wahnvorstellungen in der Nacht zum 20. Dezember ihren Ehemann mit einem Fleischermesser auf der Wohnzimmercouch zu verletzen.

Im Verfahren hatte sie angegeben, sie habe sich an von ihrem Mann verletzt gefühlt. Der Maschinenführer war an diesem Tag früher von der Arbeit nach Hause gekommen, weil er sich krank fühlte. Auch in den Tagen vorher hatte er über eine merkwürdige Übelkeit geklagt. Das Gericht hatte anklingen lassen, dass dies eventuell auch auf Aktionen der Ehefrau zurückzuführen sei, die vielleicht Gift unter das Essen gemischt haben könnte. Dass bestritt diese in ihrer Einlassung vor der Kammer nachdrücklich. Den Griff zum beinahe 20 Zentimeter langen Küchenmesser hatte sie allerdings direkt am ersten Tag des Einweisungsverfahrens zugegeben, die Beschuldigte befindet sich seit dem Tattag in der Psychiatrie.

Bereits seit Jahren, so die Kammer, sei sie von paranoiden Gedanken verfolgt worden. So beschwerte sie sich oftmals bei den Schulen, auf die ihr Sohn ging, dass das Kind dort geschlagen und verfolgt werde. Die Vorwürfe stellten sich alle als haltlos heraus, das Kind musste schließlich in ein Heim, weil die Mutter zu Hause nicht mehr in der Lage war, die Erziehung des Jungen zu garantieren.

Die Schwurgerichtskammer kam in nun ihrer Entscheidung zu der Auffassung, die 41-Jährige habe den nächtlichen Angriff auf ihren Ehemann im Zustand der Schuldunfähigkeit vollführt. Davon war auch die Staatsanwaltschaft ausgegangen. Sie bleibt somit solange in der Psychiatrie, bis sich ihr Zustand dauerhaft gebessert hat.
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