3500 Zuschauer rocken mit den Schotten

Von: han
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Satte Klänge vor imposanter Kulisse: Die Dudelsack-Spieler der „Highland Valley Pipes and Drums” nahmen das Publik in der Arena mit auf eine Reise nach Schottland. Foto: Schmitz

Düren. Die Kreisarena wurde zur Festung, der Hallenboden zum Aufmarsch- und Exerzierplatz für über 100 Dudelsackspieler, Trommler, Musiker, Sänger und Tänzer: Schottisches Flair zog ein in Kilts mit Karos vor einer gewaltigen, zweistöckigen Schlosskulisse mit Türmen und Zinnen, und die Schow entführte die rund 3500 Zuschauer an den beiden Wochenendaufführungen in die „Highlands” mit ihrer Kultur und zur „Grünen Insel” mit ihren landestypischen Tänzen.

Die „Highlander” entpuppten sich zwar als Holländer, doch tat dies der rund dreistündigen „Musikschau Schottland” keinen Abbruch. Das Publikum feierte mit Ovationen alle Akteure. Schon das Intro der Show spielte mit Gefühlen und gespenstischen Schottland-Vorstellungen. Nebelschwaden waberten, Gestalten in dunklen Kutten, die flackernde Lichter vor sich hertrugen, kamen mit beschwörendem Gesang aus dem Dunkel des Burgtores und verschwanden wieder.

Plötzlich Spot an, die Burg erstrahlte in vollem Glanz und eine schier endlose Reihe von Sackpfeifern der „Highland Valley Pipes and Drums” marschierte ein. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Die Programmpunkte wechselten blitzschnell, die Licht- und Tontechnik, die manchmal Tücken hatte, gab der Sporthalle Atmosphäre. Auf den eindrucksvollen Klang der Bagpipes und Drums folgten gefühlvolle, fast sehnsüchtige Balladen mit einem Hauch von Melancholie, dann wieder heitere und fröhliche Tänze aus dem Norden Großbritanniens und aus Irland.

Die Inszenierung und Choreografie der Musikschau war gelungen, der berühmte Funke sprang von Beginn an auf das Publikum über, das begeistert war vom Klang und den optischen Bildern, wenn alle Akteure gleichzeitig agierten und selbst die Zinnen der Burg von Dudelsackspielern geziert wurden. Fast andächtig lauschten die Zuhörer den mittlerweile zu Evergreens gewordenen Songs wie „Auld lang syne” oder „Amazing grace”, um dann loszulegen, wenn die „Schotten” zum Queen-Hit „We will rock you” rockten oder für Gänsehaut-Feeling beim Abschied des Ensembles zur schottischen Hymne „Highland Cathedral” sorgten. Aber ohne Zugabe lief nichts. Mit Böllern wurde das endgültige Finale zu „Conquest of Paradise” eingeleitet. Eine Melodie, die im Ohr blieb und das Schneetreiben und die Rückfahrt für die vielen Besucher aus der gesamten Region erträglicher machte.
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