3500 Enten liefern sich ein heißes Rennen auf der Rur

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
8265409.jpg
Entenrennen auf der Rur: Die Freiwillige Feuerwehr aus Derichsweiler hatte die Rennstrecke mit Schläuchen markiert, aber nicht alle Enten hielten sich an die Regeln. In Neoprenanzügen schwammen zwei Wehrleute dem Rennfeld hinterher, um alle Entchen beisammenzuhalten. Mitglieder des Fischereivereins versperrten hinter dem Ziel den Weg in die Maas. Foto: smb

Düren. Schade, dass Enten nur quaken können. Wie schön wäre es, zu wissen, was in ihren Köpfen vorgeht, wenn sie gemütlich am Rurufer sitzen und sich plötzlich 3500 leuchtend gelbe Quietscheenten auf dem Fluss breitmachen?

Einigen war es ganz offensichtlich unheimlich, denn sie nutzten ihre Flugfähigkeit, um sich ratzfatz aus dem Staub zu machen, als sich der gelbe Enten-Teppich auf sie zubewegte. Andere Enten sollen ihre gelben „Artgenossen“ Augenzeugenberichten zufolge vom Ufer aus sogar heimlich angefeuert haben.

„WiBi“ und „BiWi“

Das siebte Entenrennen, veranstaltet vom Lions-Club Düren-Rur-stadt, war wieder ein großer Spaß für Jung und Alt. Hunderte feuerten ihre Enten beim Wettstreit auf der Rur an.

Mit im großen großen Container, aus dem die Enten ins Wasser plumpsen, waren auch „BiWi“ und „WiBi“. Biggi Flücken und ihr Partner haben die Rennenten – benannt mit ihren Initialen – in den Wettkampf geschickt. „Schwimmtauglich sind sie jedenfalls, das haben wir im Büttchen getestet“, erklärt Biggi Flücken vor dem Start. Weitere Trainingseinheiten im Badesee oder dem Waschbecken haben sie aber nicht absolviert. Die gebürtige Dürenerin, die jedes Jahr aus Köln zum Entenrennen nach Düren kommt, versicherte dennoch: „Die Enten sind nicht gedopt, nur bunt angemalt.“

Auch die kleine Mia hat mir ihrer Schwester Jana Rennenten in die Rur geschickt. Vom Ufer aus drückten die Kinder den Geflügelsprinter ganz fest die Daumen.

Aber nicht immer ging es im Wasser fair zu: Einige Enten konnten das Drängeln nicht sein lassen. „Disqualifizieren“, wurden die Rufe am Ufer laut – natürlich immer mit einem Augenzwinkern. Denn schließlich geht es beim Entenrennen vor allem um eines: die Unterstützung von wohltätigen Projekten in Düren.

Aber auch wenn die Enten für den guten Zweck ins Wasser gelassen wurden, so packte sie doch der Ehrgeiz. Schon kurz nach dem Start setzte sich eine Ente vom Feld ab, um kurz vor dem Ziel links überholt zu werden. Und als der Sieg schon sicher schien, flutschte die Rennente doch noch unter dem Schlauch hindurch und wurde disqualifiziert. Zahlreiche Enten folgten ihr und die Spannung stieg, bis endlich alle Siegerenten unter notarieller Aufsicht eingetütet wurden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert