319 Athleten gehen beim „Extreme Man“ an den Start

Von: Sarah Maria Berners
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319 mit GPS-Sendern ausgerüstete Athleten gingen beim Triathlon am Dürener Badesee an den Start. In der Wechselzone standen die Räder schon bereit. Foto: Sarah Maria Berners
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Frank Schmitz, Triathlet aus Huchem-Stammeln. Foto: Sarah Maria Berners
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319 mit GPS-Sendern ausgerüstete Athleten gingen beim Triathlon am Dürener Badesee an den Start. In der Wechselzone standen die Räder schon bereit. Foto: Sarah Maria Berners

Düren. 3000 Kilometer hat Frank Schmitz in den vergangenen Monaten mit dem Rad zurückgelegt, für etwa 700 Kilometer hat er die Laufschuhe geschnürt. Am Samstag aber ließ der 47-jährige aus Huchem-Stammeln es einigermaßen ruhig angehen. Ausruhen und gesundes Essen standen für diesen Tag auf dem Vorbereitungsplan.

Zum Abendbrot gab es eine extragroße Portion Vollkornnudeln mit Geflügelfleisch und Gemüse. „Die Energiespeicher müssen aufgefüllt sein“, erklärt der 47 Jahre alte Feuerwehrmann. Denn der nächste Tag sollte deutlich weniger entspannt werden: Frank Schmitz ist am Sonntag beim „Extreme Man“, einem Triathlon rund um den Dürener Badesee, an den Start gegangen – und nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Fahrradfahren und 21 Kilometern Laufen auch gesund und munter im Ziel angekommen. Nach fünf Stunden und 42 Minuten. Der schnellste Sportler, der amtierende Weltmeister Frederik van Lierde aus den Niederlanden, hatte diese Strecke in drei Stunden, 54 Minuten und 53 Sekunden absolviert.

384 Sportler aus Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern – sieben davon aus dem Kreis Düren – hatten sich für den Wettkampf angemeldet, 319 und elf Staffeln gingen an den Start – darunter 31 Frauen. 296 Athleten kamen es ins Ziel, die Staffel „Team Kufferath“ schaffte es beim „Heimspiel“ sogar aufs Podest (Platz 2).

Für Triathleten beginnt der Tag früh. Um 8 Uhr gab es den Startschuss für die erste Disziplin im Badesee. In der Wechselzone pellten sich die Athleten dann in Windeseile aus den Neoprenanzügen und hinein in die Radschuhe. Manch einer eilte auch auf nackten Füßen zu seinem Zweirad, auf dessen Pedalen die Schuhe schon festgesteckt waren.

Die Radstrecke führte die Sportler in Richtung Wehebachtalsperre, dann nach Großhau, an Straß vorbei und durch Kufferath wieder in Richtung Gürzenich. Drei Runden galt es zu absolvieren – ein stressiger Job auch für die Polizisten und Sicherheitsleute, die an den Kreuzungen immer dann Autofahrer durchließen, wenn gerade kein Radfahrer anrollte. Bei Birgel und Großhau kam es zu Staus.

Während die Athleten auf der Radstrecke meist recht einsam unterwegs waren, legte sich eine Familie in Großhau ins Zeug und feuerte alle Sportler mit La-Ola-Wellen an. Beim Radfahren musste auch Frank Schmitz, bei dem es zum Frühstück Nuss-Nougat-Creme, Honig und Marmelade auf dem Brot gab, seine Energiereserven mit Riegeln auffüllen. „Außerdem habe ich zweieinhalb Liter getrunken“, erklärt er. 150 Helfer waren unter anderem dafür im Einsatz.

Anschließend ging es runter vom Rad und ab in die Laufschuhe „Das ist der härteste Wechsel“, sagt Frank Schmitz. Schließlich würde man zuvor 90 Kilometer lang in einer aerodynamischen Haltung verbringen und müsste dann zurück in den aufrechten Gang kommen. Der Huchem-Stammelner ist schon mehrfach bei solchen Wettbewerben gestartet. Der Dürener Triathlon war aber ein Trainingslauf – für die Langdistanz (Iron-Man-Distanz) im bayrischen Roth am 20. Juli. Während dem mäßig sportlichen Menschen schon angesichts der Distanzen beim „Extreme Man“ die Muskeln schmerzen, will Frank Schmitz dann 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer lang in die Pedalen treten und anschließend noch einen Marathon laufen. „Mein Ziel ist es, zu finishen“, sagt der Sportler, der dort auch für die Stadt Düren in der Feuerwehr-Weltmeisterschaft antritt.

Und wie viele Tage lang werden nun die Beine schmerzen? „Aus der Phase bin ich zum Glück schon raus“, sagt Schmitz schmunzelnd. Sonntagabend hat er übrigens noch eine Runde mit dem Rad gedreht. „Ein halbes Stündchen, um die Beine zu lockern...“

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