30er-Zonen auf der B264 in Golzheim?

Von: fjs
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Wollen Verkehrsberuhigung für Golzheim und endlich die Umgehungsstraße: Vorsitzender Heinrich Roosen (links) und Fraktionsvorsitzender Manfred Esser von „Aktiv für Merzenich“. Foto: Fred Schröder

Golzheim. Mit einer „Zwei-Phasen-Strategie“ will die Wählergemeinschaft „Aktiv für Merzenich“ die Verkehrssituation im Merzenicher Ortsteil Golzheim in den Griff bekommen.

Wie der Vorsitzende und der Fraktionsvorsitzende der mit drei Mandaten im Rat vertretenen Gemeinschaft, Heinrich Roosen und Manfred Esser, in einer Informationsveranstaltung ankündigten, wollen sie in der nächsten Gemeinderatssitzung die Gründung einer Arbeitsgruppe „Verkehrssituation Golzheim“ beantragen.

Die angekündigte Strategie hat zwei Schwerpunkte: Die schon seit Jahren diskutierte Ortsumgehung im Bundesverkehrswegeplan wieder nach oben zu bringen und durch diverse Verkehrslenkungsmaßnahmen die Situation in dem von der B 264 durchschnittenen Ort nachhaltig zu verbessern.

„Mautfreie Abkürzung“

„Die B 264 ist eine mautfreie Abkürzung“, unterstrich Esser und operierte mit Zahlen: 12.000 Kraftfahrzeuge würden täglich durch Golzheim fahren und für das Jahr 2020 sei mit einer Verdoppelung zu rechnen. Mit seinen „Erkenntnissen aus eigenen Recherchen“ hatte Esser für Verstimmung bei den Golzheimer Kommunalpolitikern gesorgt.

Er warf ihnen auch jetzt in der Veranstaltung vor, einer Erklärung von Landesverkehrsminister Groschek (SPD) im Jahr 2012 zur Rückstufung der geplanten Ortsumgehung der B 264 im Bundesverkehrswegeplan nicht entgegen getreten zu sein. „Sie haben keine Stellungnahme abgegeben und auch ihre Landes- und Bundespolitiker nicht eingebunden, wie das beispielsweise die Nachbargemeinde Nörvenich für die Ortsumgehung Frauwüllesheim getan hat“, sagte Esser.

Politik weist Vorwürfe zurück

Diesen Vorwurf ließen die so Gescholtenen nicht auf sich sitzen. Johannes Müller (früher CDU, jetzt Grüne): „Der Rat hat sich sehr wohl damit beschäftigt.“ Und Dr. Maria Schoeller, CDU-Fraktionsvorsitzende im Rat, fühlte sich von der Wählergemeinschaft „sehr respektlos behandelt“. Auch Rodja Rittlewski (SPD) wies den Vorwurf zurück. „Wir haben von dem Groschek-Schreiben nichts gewusst“, lautet die einstimmige Aussage der drei Ratsmitglieder, die zu der Mutmaßung führte, dass die Verwaltung den Rat nicht ausreichend informiert haben könnte. Und so wurde die Geschichte bemüht.

Bereits 2003 wurde der Plan für die Umgehung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und 2006 eine Umweltverträglichkeitsstudie gefertigt. Mit dem Plan aber gingen die Golzheimer nicht konform. Begründung: Von Westen und Osten her sollte eine Einfahrt in den Ort nicht mehr möglich sein; lediglich über einen Kreisverkehr in Richtung Eschweiler über Feld sollte Golzheim verkehrsmäßig erschlossen werden. Wo die Liste mit den damals gesammelten Unterschriften geblieben ist, ließ sich jetzt nicht klären.

Letztlich kamen die Ratsmitglieder und die Wählergemeinschaft überein, dass man eigentlich das gleiche will: eine bessere Verkehrsregelung in Golzheim. Ohne die Umgehung aus den Augen zu verlieren, sollen Änderungen im Bereich Aachener- und Kölner Straße angedacht werden, die Einrichtung von 30er-Zonen auch auf der B 264 sowie stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen.

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