Düren - 3000 Euro für die „Lesefanten“

3000 Euro für die „Lesefanten“

Von: kin
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Deutsch-türkische Vorlesestunde: Bengisu Doganer und Thomas Rachel haben Kinder der Grundschule im Pesch die Geschichte „Früchte der Freundschaft“ in zwei Sprachen vorgelesen. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Der Raum in der Dürener „Grundschule im Pesch“ sieht richtig gemütlich aus. Es gibt ein gemütliches, knallrotes Sofa, überall stehen Bücher und Spiele. Seit Anfang des Jahres hat die Peschschule einen Leseclub der Initiative „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Stiftung Lesen.

Am Montag haben die „Lesefanten“, so haben die Dürener Grundschüler ihren Leseclub genannt, von der Stiftung Lesen noch mehr Bücher, Spiele und digitale Medien für ihren Club im Wert von 3000 Euro bekommen. Und bei der Gelegenheit hat sich der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, den Leseclub einmal angeschaut und den Kindern die Geschichte „Früchte der Freundschaft“ vorgelesen.

Rachel: „Es geht darum, dass die Kinder einen Raum haben, in dem sie mit Freude und ohne Leistungsdruck lesen und dadurch auch ihre Lesekompetenz verbessern können.“ Begeisterung für das Lesen zu wecken, so Rachel, sei ein Beitrag für die ganzheitliche Bildung von Kindern. „In den Leseclubs können die Kinder sich ausprobieren und letztlich auch ihre Persönlichkeit entwickeln.“

Dass Lesen und auch Vorlesen den Jungen und Mädchen mächtig Spaß macht, wurde deutlich, als Thomas Rachel gemeinsam mit Bengisu Doganer vom „Kommunalen Integrationszentrum Düren“ den Kindern auf Deutsch und auf Türkisch die Geschichte von der Entstehung der Türkei vorgelesen hat: Im Leseclub der Peschschule war es plötzlich mucksmäuschenstill, alle hörten gebannt zu.

Zweisprachig lesen

„Wer von Euch spricht denn auch zu Hause Türkisch“, fragte Bengisu Doganer die Kinder, und drei meldeten sich. „Es ist doch toll, dass ihr zwei Sprachen könnt, oder?“ „Ich kann sogar vier“, erwiderte ein kleines Mädchen prompt und zählte auf: „Deutsch, Portugiesisch, Englisch und Serbisch.“ Ihre Eltern, so die Schülerin, stammten aus Serbien und Portugal, Deutsch habe sie im Kindergarten und Englisch in der Schule gelernt. „Das ist genau richtig“, so Thomas Rachel. „Ich kann wirklich nur an alle, die die Möglichkeit haben, appellieren, ihr Kind zweisprachig zu erziehen.“

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