300 Väter und Kinder campen am Dürener Badesee

Von: Bruno Elberfeld
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Zeltlager
Die frisch gedruckte Dürener Zeitung fand am Samstagmorgen am Badesee Düren besonders bei den Vätern große Beachtung. Foto: bel

Düren. Schon seit 1988 veranstaltet das Jugendamt der Stadt Düren das „Vater-Kind-Zeltlager” am Dürener Badesee.

1993 gründete sich der „Verein Dürener Ferienspaß”. In ihm sind knapp 90 Väter vertreten, von denen in diesem Jahr 29 für die Logistik am Badesee verantwortlich zeichnen. Derzeitiger Vorsitzender dieser aktiven Väter ist Dr. Christian Prokisch.

Berthold Becker, Abteilungsleiter Jugendamt, und Günter Grainer, Leiter der Jugendtreffs Rölsdorf und Birgel, sind stolz darauf, von Beginn an dabei gewesen zu sein. Auch einige Väter haben von Anfang an mitgemacht.

Grainer freut sich über die positive Resonanz bei den Vätern. „Es ist doch toll, wenn sich gestandene Männer wieder für das nächste Jahr anmelden!”

An diesem Wochenende wuseln 117 Väter mit 183 Kindern in den Zelten, um die Zelte, auf der Wiese oder in der Nähe des Wassers herum. Rauch steigt vom Lagerfeuer auf. Hier und da fliegen Federbälle durch die Luft, Volleybälle werden gebaggert, Training für das spätere Turnier.

Nachwuchskicker treten weltmeisterlich das runde Leder. Einige warten schon auf die nachmittäglichen Bastelaktionen, wo Bälle gefilzt werden sollen.

Doch an diesem Samstagmorgen ist ein großer roter Wagen die Attraktion, die Feuerwehr. Kinder dürfen mitfahren. Dann heißt es auf mehreren Stationen „Wasser marsch!” Mädchen und Jungen bekommen Eindrücke von den Tätigkeiten der Feuerwehrleute, einfach spannend das Ganze. Ein paar ältere Mädchen, ganz damenhaft, sitzen in der Nähe des Badesees und schauen zu.

„Diese Spiele sind für uns zu langweilig. Vor ein paar Jahren haben wir da auch mit gemacht. Aber jetzt?” Die Pubertät lässt grüßen. Die Kleinen haben diese Probleme noch nicht. Sie strahlen wie ihre Papas.

So auch der dienstälteste Vater, Peter Becker, der schon knapp 23 Jahre dabei ist: „Wir Väter stellen mit den Kindern gemeinsam ein tolles Programm zusammen, ohne jeden Stress, mit viel Zeit.”

Das Zeltlager zu organisieren, ist schon eine logistisch anspruchsvolle Leistung. Jeder muss anpacken. Alle müssen sich einbringen. Da heißt es kochen, Essen ausgeben, Geschirr einsammeln, spülen, das Grillfleisch genießbar grillen und natürlich den Grill säubern. Ein Spezialist ist für die Erhaltung des Lagerfeuers abgestellt.

„Warum wir das tun?”, überlegtBerthold Becker. „In dieser hektischen Zeit sollen Väter und ihre Kinder in einer lockeren Atmosphäre in Gemeinschaft mit anderen ein unvergessliches Wochenende verbringen.”

Die Kosten für das dreitägige Zeltlager werden von den Familien selbst getragen. Der „Verein Dürener Ferienspaß” steuert 5000 Euro jährlich bei. Viele Väter und ihre Kinder zwischen vier und 14 Jahren freuen sich schon: „Bis nächstes Jahr am Badesee!”
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