300 Jugendliche bei Schnellschachturnier in der Rurtalhalle

Von: Daniela Martinak
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Hier war Konzentration angesagt: Auf Zeit versuchte jeder, sein Gegenüber „Schach Matt” zu setzen. Foto: dama

Lendersdorf. In der Rurtalhalle in Lendersdorf hieß es jetzt „Ran an die Bretter”. Zum sechsten Mal in Folge organisierte der Schachverein Lendersdorf ein Kinder- und Jugendturnier. Unter dem Motto „Nette Leute spielen Schach” hatten sich rund 300 Kinder zusammengefunden.

„Die ältesten sind 1989 geboren, aber wir haben auch zwei sechsjährige hier, die schon eifrig mitmischen”, sagte der erste Vorsitzende Peter Titz. In den letzten Jahren fanden die Turniere allerdings in der Sporthalle in Mariaweiler statt, dies änderte man jetzt aus Solidaritätsgründen: „Die Rurtalhalle soll leider abgerissen werden. Da wir aber ein Lendersdorfer Verein sind, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, das Turnier hier zu veranstalten, um zu zeigen, dass die Halle sehr wohl noch ein Existenzrecht hat”, erläuterte Titz.

In der Serie „Schachjugend NRW” finden insgesamt neun Turniere statt, wobei dieses das größte zu sein scheint. So haben sich junge Schachspieler aus ganz NRW, Dresden, aber auch angrenzenden Ländern wie Holland und Belgien eingefunden, um Preise zu ergattern und ihre Spielstärke unter Beweis zu stellen. „Man kann es nur bewundern, wie ehrgeizig selbst die Kleinsten sind und mit wie viel Geduld sie an die Sache rangehen”, meinte Titz.

Man könne schon mit vier oder fünf Jahren anfangen, Schach zu lernen, dies solle aber erstmal spielerisch erfolgen. „Das Erfolgsrezept lautet: wollen. Die Kinder merken schnell selbst, ob sie so mathematisch und logisch veranlagt sind, um diesem Spiel gerecht zu werden”, erklärte Titz. Zu bedenken sei auch, dass die Kinder, die Schach spielen, sich auch schulisch auf dem besseren Weg befinden. So seien sie es gewöhnt, sich konzentrieren zu müssen und unter begrenzter Zeit schneller Lösungswege zu bewältigen.

Das Turniere erstreckte sich über den ganzen Tag und wurde in verschiedene Alterstufen eingeteilt. So gibt es Wertungsklassen von U8, in denen Kinder bis zu acht Jahren antreten, bis zu U20, bei denen die ältesten Spielrt 20 Jahre alt sind.

Sonderpreise erhielten bei der Siegerherung Damian Gallinnis und Raymond Dietz als Jüngste Teilnehmer, Nadja Plumbaum aus Dresden für die weiteste Anreise, Maximilian Schaede als bester Vereinslose und die Mitglieder des TC Gruen-Weiß-Fritzdorf als größter Kontingent.

Bei den verschiedenen Altersklassen ging Rang 1 an Ron Schröter (U8), David Kaplun (U10), Jan-Christian Schröder (U12), Lennart Falter (U14), Mehdi Samraoui (U16) und Leonid Zeldin (U20).
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