Düren - 29 Vorstrafen: Gericht glaubt dem Trickdieb nicht

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29 Vorstrafen: Gericht glaubt dem Trickdieb nicht

Von: Hartmut Prüss
Letzte Aktualisierung:

Düren. Ein „alter Bekannter”, der aus der Haft vorgeführt wurde, hatte sich am Dienstag vor dem Dürener Schöffengericht zu verantworten.

Die Staatsanwaltschaft warf dem 42-Jährigen gewerbsmäßigen Diebstahl in mehreren Fällen vor. Doch von vier Tatvorwürfen bestritt der Angeklagte drei bis zuletzt energisch.

Das Gericht unter Vorsitz von Richter Hans-Georg Wingen verurteilte ihn wegen eines Trickdiebstahls unter Einbeziehung einer Vorverurteilung zu einem Jahr Haft sowie wegen zweier Diebstähle zu weiteren neun Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Das Gericht hatte, wie der Vorsitzende bei der Urteilsbegründung erklärte, Zweifel an der Glaubwürdigkeit des 42-Jährigen.

Der nämlich hatte bis auf einen Vorwurf alle Anklagepunkte bestritten. Und in diesem konkreten Fall war er beim Diebstahl in Merzenich quasi auf frischer Tat ertappt worden.

Das Opfer hatte während der Gartenarbeit einen Fremden aus seinem Haus kommen sehen. Er wolle nur für einen kleinen Zirkus etwas Geld sammeln, habe der Unbekannte erklärt. Unmittelbar danach vermisste das Opfer seine Geldbörse, die im Haus einen festen Platz hatte. Da er den Täter wenig später stellen konnte, erhielt er sein Portemonnaie zurück.

Weniger Glück mit der Rückgabe ihrer Börse hatte eine Frau aus Merken, die im Mai vor einer Radtour mit ihrer Mutter vorübergehend die Haustür nur angelehnt hatte. Auch den Frauen gegenüber hatte der Angeklagte von einem Zirkus gesprochen, nachdem aus dem Hausflur das Portemonnaie aus der Handtasche verschwunden war und der Verdächtige kurz darauf gestellt wurde.

Auf Nimmerwiedersehen verschwand aus einem Juweliergeschäft an der Wirtelstraße ein Ring im Wert von 1299 Euro, nachdem die Verkäuferin offenbar abgelenkt worden war. Zwei Mitarbeiterinnen waren sich sicher, dass der Diebstahl des Schmuckstücks nur mit dem Besuch des Angeklagten zusammenhängen konnte.

Seine Unschuldsbeteuerungen nahm ihm das Gericht angesichts von 29 Vorstrafen nicht ab. Schon 1983 stand er als 15-Jähriger erstmals vor dem Jugendgericht.
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