Düren - 28. Dürener Stadtlauf: Ein Triathlet zeigt den Läufern die Fersen

28. Dürener Stadtlauf: Ein Triathlet zeigt den Läufern die Fersen

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Startschuss: Yannick Stollenwerk (Nummer 128) setzte sich sofort an die Spitze und lief ein einsames Rennen. Foto: Abels
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Die Siegerin bei den Frauen: Rita März aus Herzogenrath. Foto: Jörg Abels
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Die heimlichen Stars des Stadtlaufs: die rund 150 Bambini, die mit großem Elan vom Bürgerbüro über 346 Meter zum Stadtcenter liefen. Foto: Jörg Abels

Düren. Eine Zeit von 31:30 Minuten hatte er sich vorgenommen. Dass der für die Aachener TG startende Triathlet Yannic Stollenwerk aus Eschweiler mit dieser Ansage am Sonntag zu den Favoriten des 28. Dürener Stadtlaufes zählen würde, war im Vorfeld klar. Dass der 22-Jährige den Hauptlauf über zehn Kilometer aber derart dominieren sollte, überraschte dann doch.

Von Beginn an setzte sich der Triathlet, der sich im April in Saarbrücken für den Europacup qualifizieren will, von seinen Verfolgern Achim Tholen (LC Phönix Geilenkirchen) und Manuel Bischoff (Runners Point Düren) ab. Er lief ein einsames Rennen und siegte am Ende in sehr guten 31:58 Minuten mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Tholen (33:05) und Bischoff (33:22). Obwohl er seine eigene Vorgabe um eine halbe Minute verfehlt hatte, war Yannic Stollenwerk hoch zufrieden: „Ich komme gerade aus dem Grundlagentraining. Das ist eine super Zeit für mich. Auf den beiden Schlussrunden musste ich schon etwas beißen. Aber die Zuschauer haben mich toll angefeuert.“

Der 22-Jährige feierte damit ebenso eine erfolgreiche Premiere beim Dürener Stadtlauf wie die Siegerin bei den Frauen: Auch Rita März (DJK Jung Siegfried Herzogenrath) gelang bei ihrer ersten Teilnahme auf Anhieb ein Start-Ziel-Sieg. Sie will in sechs Wochen den Bonn-Marathon bestreiten und überprüfte am Sonntag schon einmal ihre Form. Mit ihrer Zeit von 40:52 Minuten war auch sie am Ende zufrieden, zumal sie das komplette Rennen als Solistin bestreiten musste. Kein Läufer hatte sich als Zugpferd angeboten.

Auf den Marathon konzentriert sich auch der zweifache Stadtlauf-Sieger Fahd Mellouk (Düren 99). „Obwohl ich nicht in Topform bin, wollte ich mir den Stadtlauf aber nicht entgehen lassen“, betonte der 34-Jährige, der das Ziel als Sechster (35:14) hinter Christian Niessen (TuS Schmidt) erreichte. Mellouk will Ende September den Berlin-Marathon in einer Zeit unter 2:30 Stunden bestreiten.

Ganz so lange war Peter Borsdorff zwar nicht unterwegs. Aber als Stadtlauf-Sieger Yannic Stollenwerk bereits zum Schlussspurt ansetzte, machte sich der Läufer „met d‘r Duus“ gerade mal zu seiner dritten 1,6-Kilometer-Runde auf. Für den Mann mit der Startnummer Eins jedoch kein Problem. Für ihn zählen längst nicht mehr Minuten und Sekunden, sondern Münzen und Geldscheine in seiner Sammelbüchse, die sich auch am Sonntag gut füllte. Immer wieder wurde Borsdorff von Zuschauern an den Streckenrand gerufen, um mit einem Lachen im Gesicht die nächste Spende für „seine Kinder“ entgegenzunehmen.

Zufrieden war am Ende auch Chef-Organisator Udo Biege von der Schwimm- und Triathlonabteilung der SG GFC Düren 99, die seit Jahren ausrichtet. Mit 931 Teilnehmern blieb der 28. Dürener-Sparkassen-Stadtlauf zwar hinter dem Rekord-Vorjahresergebnis (1076) zurück, unterstrich aber einmal mehr seinen hohen Stellenwert im Breitensportbereich. Ob der Lauf in Zukunft immer Anfang März oder wie in früheren Jahren wieder im Januar stattfindet, will Udo Biege mit seinem Team in den kommenden Tagen in aller Ruhe entscheiden, wenn auch die Reaktionen der Teilnehmer und der rund 120 Helfer vorliegen.

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