278 Unterschriften gegen Flüchtlinge an der Grundschule

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Lendersdorf. Der Protest aus Reihen der Lendersdorfer Bevölkerung gegen die Pläne, auch an der örtlichen Grundschule einen Wohnmodul-Standort für bis zu 60 Flüchtlinge zu errichten, geht weiter.

Eine Bürgerinitiative hat Bürgermeister Paul Larue eine Liste mit 278 Unterschriften übergeben, verbunden mit der Aufforderung, den Standort fallenzulassen. Larue sagte den Bürgern zu, dass die Verwaltung in der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch verschiedene andere, besser geeignete Standorte vorschlagen werde.

„Es ist sicherlich für ein Miteinander von Bewohnern und Flüchtlingen und deren Integration nicht besonders förderlich, wenn den Kindern hierfür im Gegenzug der Sport- und Freizeitplatz genommen wird, und das, obwohl es genügend andere sozialverträgliche Standortmöglichkeiten in Lendersdorf gibt“, betonten die Sprecher der Initiative. „Wir wollen und werden Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Hass, Unterdrückung und Not geflüchtet sind, respektvoll in Lendersdorf aufnehmen, aber wir möchten auch mit unseren Bedenken und Anliegen respektvoll wahr- und ernst genommen werden“, hieß es.

Vier Standorte beschlossen

Die „Ampel“-Koalition hatte im Stadtrat am 19. Mai auf Empfehlung des zuvor initiierten Runden Tisches Asyl vier Wohnmodulstandorte beschlossen.

Ausschlaggebend dafür war ein Vortrag des Sozialamtsleiters, der den Stadtrat eindringlich gebeten hatte, der auch von Bürgermeister Paul Larue unterzeichneten Verwaltungsvorlage zustimmen, weil er keine Möglichkeit mehr für eine angemessene Unterbringung der noch zu erwartenden Flüchtlinge und Asylbewerber sehe, argumentiert die SPD in einer von der Stadtparteivorsitzenden Liesel Koschorreck und dem Fraktionsvorsitzenden Henner Schmidt in Lendersdorf verteilten Bürgerinfo.

Aus Sicht der SPD spreche viel dafür, dass die Lösung, Wohnmodule auf dem nicht mehr genutzten Tennisplatz und einem Teil des Sportplatzes aufzustellen, realisiert werden kann, ohne dass der Schulsport dabei zu sehr tangiert wird.

Der Stadtrat tagt am Mittwoch ab 17 Uhr im Kreishaus (Raum A 158). Zum Thema Flüchtlingsunterbringung wird es eine neue Vorlage geben.

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