Kleinhau - 26 Teams liefern sich beim MSC Kleinhau packende Duelle

26 Teams liefern sich beim MSC Kleinhau packende Duelle

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
10572340.jpg
Staub, Spaß, Schnelligkeit: 26 Teams traten in drei unterschiedlichen Klassen zum Motocrossrennen des MSC Kleinhau am Raffelsberg an.
10572341.jpg
Viele der Mofas mussten immer wieder in der Boxengasse repariert werden.

Kleinhau. Im regulären Straßenverkehr haben „frisierte“ Mofas nichts zu suchen. Anders dagegen am Samstag auf der Cross-Strecke am Raffelsberg. Der MSC Kleinhau richtete dort das inzwischen sehr beliebte Vier-Stunden-Mofa-Rennen aus. 26 Teams, die zum Teil einen, zum Teil vier Fahrer dabei hatten, gingen an den Start und lieferten sich packende Rennen.

Zwar hatte Vereinsmitglied und Platzwart Hubert Heck die Strecke im Vorfeld des Rennens mit einem Traktor und einem Güllefass bewässert, doch aufgrund der Hitze war die Feuchtigkeit im Boden schnell wieder verflogen. Daher staubte es nicht schlecht, als die kleinen Maschinen über die sandige Erde flitzten. Hubert Heck: „Im Schnitt benötigen die Fahrer für eine Runde, das sind circa 1000 Meter, 1,50 Minuten.“

Oberhalb der Cross-Strecke war die Boxengasse zu finden. Denn die „Räppelchen“, wie Mofas in der Eifel auch liebevoll genannt werden, sind ja primär nicht für das Crossfahren gebaut. So passierte es immer wieder, dass an den Geräten mit so klangvollen Namen wie Hercules, Kreidler Flory, Puch Maxi und Aspes nachgebessert und ausgewechselt werden musste. Hubert Heck erklärte: „Gefahren wird am Raffelsberg in drei Klassen.“ In der ersten Klasse darf alles verändert, also „frisiert“ werden. Der Rahmen eines Mofas muss allerdings erhalten bleiben. In der zweiten Klasse müssen Serienmofas an den Start gehen, die etwas frisiert sein dürfen, der Vergaser muss allerdings original sein. Und die dritte Klasse am Raffelsberg beinhaltet ausschließlich Originale, nur die Reifen dürfen der Strecke angepasst werden. Zudem darf in keiner Klasse eine Maschiene an der Start gehen, die mehr als 50 Kubikmeter Hubraum vorweist.

Nicht nur Freizeitfahrer aus der Region, auch professionelle Teams etwa aus Kerpen oder dem Ruhrgebiet haben die Strecke und das Rennen in der „Schnapsglas-Klasse“ inzwischen für sich entdeckt. Adrian Braun, Vorsitzender des MSC Kleinhau mit seinen 220 Mitgliedern, freut sich: „Was vor rund zehn Jahren als Gaudi begann, wird inzwischen mit großer Ernsthaftigkeit betrieben.“ Die Räder mit Hilfsmotor haben ihren Reiz und die Fahrer lieben es, das Material auf seine Standfestigkeit zu testen. Im Zeitmess-Container erklärte Marcel Poll aus Gey die Technik: „Jedes Mofa wird mit einem Transponder und einer eigenen Nummer ausgerüstet. Dieser Transponder sendet pro Sekunde rund 200 Impulse. Fährt ein Mofa über den Draht am Zeitmess-Container, der unter einem Teppich liegt und wie eine Antenne reagiert, dann registriert der Computer die Daten und nimmt die Zeit.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert