2500 Höhenmeter auf dem Weg ins Ziel

Von: Jörg Abels
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Seltenes Bild bei „Rund um Düren”: Im vergangenen Jahr kam es auf der Ziellinie zum Massenspurt, den Dennis Pohl vom Stolberger Team Kuota Indeland gewann. Foto: Abels

Düren. Für Sven Rehbein ist die Favoritenfrage bei der 77. Auflage des Radklassikers „Rund um Düren” schnell beantwortet: „Angesichts seiner bestechenden Form bei den bisherigen Frühjahrsrennen erwarte ich David Kopp ganz vorne”, braucht der Kapitän des gastgebenden RSV Düren nicht lange zu überlegen.

Vorausgesetzt, der frühere Telekom- und Gerolsteiner-Profi, der nach seiner Dopingsperre zurzeit beim Stolberger Team Kuota Indeland ein viel beachtetes Comeback wagt, kommt am Sonntag wie bei seinem Sieg „Rund um Düren” im Jahr 2004 gut über die Berge.

Denn auf der selektiven Schleife durch die Nordeifel müssen die Fahrer des Hauptrennens über 160 Kilometer nicht weniger als 2500 Höhenmeter bewältigen. „Das ist vergleichbar mit so mancher Etappe bei Tour de France oder Giro d´Italia”, erklärt der RSV-Vorsitzende Wulf Walther den hohen Schwierigkeitsgrad des Rennens. Vor allem die 14-prozentige Steigung bei Rollesbroich wurde in den vergangenen 100 Jahren so manchem ambitionierten Fahrer zum Verhängnis.

Zweikampf erwartet

Seit 1910 folgen Jahr für Jahr Profis und talentierte Amateure dem Ruf des RSV Düren, der am Sonntag trotz einiger finanzieller Probleme zum 77. Mal die internationale Radfernfahrt „Rund um Düren” startet. Wulf Walther und Sven Rehbein erwarten einen Zweikampf zwischen den Stolbergern, die bei ihrem „Heimrennen” schon 2006 und 2009 den Sieger stellten, und dem starken Dortmunder Team „Nutrixxion Sparkasse”, das von Dirk Müller angeführt wird. Und der war 2006 immerhin schon Deutscher Meister und gewann 2008 die Mallorca-Rundfahrt.

Insgesamt gehen 26 Teams mit Fahrern aus acht Nationen um 12.45 Uhr nach Einschreibung und Vorstellung im Stadtcenter an den Start, darunter mit dem Niederländer Bram Schmitz und dem für das luxemburgische Team Differdange startenden Robert Retschke zwei weitere Fahrer, die sich neben Kopp schon einmal in die Dürener Siegerliste eintragen konnten.

Gegen 16 Uhr wird die Spitze nach drei Runden durch die Eifel (über Kleinhau, Rollesbroich, Schmidt, Zerkall zurück nach Kleinhau) wieder in Düren erwartet, ehe auf fünf Innenstadtrunden die Entscheidung fällt. 2009 erlebten die Zuschauer nach vielen Jahren mit geglückten Ausreißversuchen wieder einmal einen Massensprint. „Für die Zuschauer natürlich ein ganz besonderes Erlebnis”, erinnert sich Wulf Walther gerne ans vergangene Jahr, als die Fahrer mit mehr als 60 km/h durch die engen Innenstadtkurven flogen. Aber auch er weiß, dass ein geschlossenes Peloton im Ziel aufgrund der schweren Strecke alles andere als alltäglich ist.

Rehbein, der vor Jahresfrist kurz vor dem Ziel stürzte, wäre schon zufrieden, wenn zwei bis drei Dürener das Ziel sehen würden. „Um den Sieg werden wir sicher nicht mitfahren können, dafür ist der Unterschied im Trainingspensum zwischen uns Amateuren und den Profis einfach zu groß.”

Besser schätzt Rehbein die Chancen der RSV-Fahrer in der C-Klasse ein: „Nico Mausch und Marsel Kropp sind gut in Form und werden um den Sieg mitfahren.” Die Nachwuchsarbeit beim RSV trägt erste Früchte. „Wir sind in den verschiedenen Klassen mit 19 Fahrern am Start”, freut sich Walther.

Sieben Rennen mit rund 1000 Teilnehmern

Insgesamt erwartet der RSV Düren am Sonntag zu sieben Rennen rund 1000 Teilnehmer. Der erste Startschuss erfolgt um 8.40 Uhr zum Rennen der C-Klasse, die 100,3 km bewältigen muss und gegen 11.25 Uhr zurück im Ziel erwartet wird.

Die U17-Jugend startet um 9.10 Uhr (Ziel: 10.50 Uhr), die Junioren fahren um 13 Uhr los und werden um 15.45 Uhr im Ziel erwartet.

Schülerrennen (U15 und U13) finden ab 9.30 Uhr bzw. 15 Uhr statt, das Damenrennen auf einem City-Rundkurs ab 13 Uhr.

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