226 Unfälle auf schnee- und eisglatten Straßen

Von: zva
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Schnee und Eis auf den Straßen
Autos stehen auf einer verschneiten Straße im Stau. Kalt und ungemütlich soll es in den kommenden Tagen bleiben, auch anhaltende Schneefälle werden erwartet. Foto: dpa

Aachen/Düren. Schnee und Glatteis machen den Autofahrern in Nordrhein-Westfalen weiter zu schaffen. Landesweit wurden nach Polizeiangaben von Mittwoch, 20 Uhr, bis Donnerstag, 5 Uhr, 226 witterungsbedingte Unfälle registriert.

Dabei wurden sieben Personen schwer und 26 Personen leicht verletzt. Der geschätzte Gesamtschaden beträgt über eine Million Euro. Die Städteregion Aachen kam laut Polizeisprecher Paul Kemen bei der Unfallbilanz der vergangenen Nacht noch gut davon. Auf den zum Teil spiegelglatten Straßen hatten sich bis Donnerstagmorgen insgesamt sechs Unfälle ereignet.

Dabei entstanden überwiegend Blechschäden. Bei einem Unfall auf der L 240n zwischen Merkstein und Herzogenrath wurde eine junge Beifahrerin leicht verletzt, als der Fahrer aufgrund der Glätte die Gewalt über sein Auto verlor und in den Straßengraben rutschte. Schneefall und überfrierende Nässe haben auch im Raum Düren einige Unfälle verursacht.

Am späten Mittwochabend, um 23.25 Uhr, wurde ein 59 Jahre alter Pkw-Fahrer aus Düren in der Innenstadt so schwer verletzt, dass er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ein 18 Jahre alter Führerscheinneuling aus Düren war laut Polizei von der Gürzenicher Straße kommend nach links auf die Valencienner Straße abgebogen und hatte dabei die Vorfahrt des von links kommenden 59-Jährigen aus Düren übersehen. Der Bremsversuch des 18-Jährigen scheiterte, denn aufgrund der schlüpfrigen Fahrbahnbeschaffenheit kam er, trotz Winterreifen, nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand. Der Zusammenprall verursachte auch mehrere tausend Euro Sachschaden an den beteiligten Wagen.

Gegen 21.10 Uhr war auf der Kreisstraße 14 bei Linnich ein Auto von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer blieb unverletzt, an seinem Wagen entstand ein Schaden von etwa 3000 Euro. Nur wenig später, kurz nach 21.30 Uhr, war es eine Autofahrerin, die auf der Bundesstraße 56 bei Aldenhoven-Dürboslar im Graben gelandet war. Fazit: 6000 Euro Schaden.

Fast zur gleichen Zeit, gegen 21.40 Uhr, wurde ein weiterer im Graben liegender Wagen aus Inden-Altdorf auf der Hauptstraße in Höhe der Einmündung zur Brockengasse gemeldet. Die Feuerwehr musste zwar zur Befreiung eingeklemmter Insassen ausrücken, verletzt wurde jedoch niemand. Am frühen Donnerstagmorgen, um 5.30 Uhr, war ein Heinsberger mit seinem Wagen auf der Kreisstraße 6 zwischen Lindern und Gereonsweiler in die Böschung gerutscht und hat mehrere tausend Euro Schaden an seinem Fahrzeug zu beklagen. Die Polizei warnt weiterhin vor glatten Straßen und bittet die Verkehrsteilnehmer das Fahrverhalten darauf einzustellen.

Im Kreis Heinsberg blieb es bei fünf Unfällen bei Sachschäden, bei weiteren Unfällen in Arsbeck, Selfkant-Wehr, Matzerath, Übach-Palenberg und Immendorf wurden sechs Personen verletzt. Eine 48 Jahre alte Frau aus Wegberg wurde gegen 20.35 Uhr auf der Kreisstraße 29 bei starkem Wind auf der vereisten Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit ihrem Wagen eine Böschung hinuntergerutscht. Während die 48-Jährige leicht verletzt wurde, trug ihre 41-jährige Beifahrerin aus Wegberg schwere Verletzungen davon.

Eine 46 Jahre alte Rollerfahrerin aus Sittard wurde gegen 20.50 Uhr auf der Landstraße in Wehr zum Glück nur leicht verletzt, als sie die Kontrolle über ihren Roller verlor.

Am Donnerstagmorgen verletzte sich eine 47-jährige Frau aus Wassenberg auf der Kreisstraße 29 zwischen Matzerath und Schwanenberg zum Glück nur leicht, als mit ihrem Wagen gegen einen Baum prallte. Sie wurde zur ambulanten Versorgung in Krankenhaus nach Erkelenz gebracht.

Zwischen Merkstein und Übach-Palenberg geriet gegen 9 Uhr eine 25-jährige Frau aus Herzogenrath mit ihrem Auto auf der eisglatten Fahrbahn ins Schleudern. In einer lang gezogenen Rechtskurve der Landstraße 42 touchierte sie zunächst eine Leitplanke und rutsche anschließend in einen Straßengraben. Dabei überschlug sich ihr Fahrzeug und blieb auf dem Dach liegen. Die junge Frau wurde mit einem Rettungswagen ins Würselener Krankenhaus gebracht. Nach ambulanter Versorgung konnte sie wieder entlassen werden.

Ähnliches Glück im Unglück hatte gegen 9.50 Uhr eine 23-Jährige aus Übach-Palenberg. Sie war auf der Kreisstraße 24 zwischen Würm und Immendorf unterwegs. In Folge von Glatteises kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Dabei überschlug sich der Wagen, die junge Frau wurde leicht verletzt.

Nicht gerade glimpflich verliefen andere Unfälle in NRW: Auf der Autobahn 1 bei Dortmund kam es am Mittwochabend zu einem glatteisbedingten Unfall, an dem zwei Sattelzüge und ein Pkw beteiligt waren. Ein 49-Jähriger wollte laut Polizei mit seinem Lkw die Fahrbahn wechseln.

Dabei geriet der Auflieger auf glatter Fahrbahn ins Schleudern, so dass das Fahrzeug auf die rechte Seite kippte. Ein unmittelbar nachfolgender 46-jähriger Lkw-Fahrer konnte seinen Sattelzug nicht mehr rechtzeitig anhalten und prallte auf den vor ihm liegenden Lkw. Ein Pkw fuhr anschließend über ein Trümmerteil. Der 46-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 121.000 Euro.

Die A 40 im Autobahnkreuz Kaiserberg in Richtung Essen war in der Nacht zum Donnerstag für Stunden wegen Aufräum- und Bergungsarbeiten gesperrt, weil ein Lastwagen sich wegen Glätte quergestellt hatte. Der Lkw hatte sich laut Polizei in der Erde festgefahren. Dabei wurde der Tank des Fahrzeugs beschädigt; rund 400 Liter Benzin liefen aus. Das Erdreich rund um die Unfallstelle musste ausgehoben werden. Verletzt wurde niemand.
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