22 Brände in vier Wochen im Burgauer Wald: Täter ist gefasst

Von: Burkhard Giesen
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Zu 22 Bränden musste die Feuerwehr in den letzten vier Wochen im Burgauer Wald ausrücken. Die Polizei ist sich sicher, dass sie den Täter jetzt gefasst hat. Foto: Archiv/Ingo Latotzki
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Einer der Tatorte: Eine Fläche nahe Stockheim am Freitag. Foto: Privat

Düren. Der mutmaßliche Brandstifter, der für 22 Brände im Burgauer Wald in den vergangenen vier Wochen verantwortlich sein soll, ist offenbar gefasst. Es handelt sich um einen 15-jährigen Dürener. Noch am Vormittag hatte die Polizei einen erneuten Aufruf gestartet, dass sich mögliche Zeugen bei der Polizei melden sollten.

„Gerne auch unter der Notrufnummer 110“, wie Ingrid Königs von der Polizei betonte. Das sollte nicht zuletzt die Dringlichkeit betonen, mit der die Ermittler die Brandserie aufklären wollten. Am frühen Mittwochnachmittag dann die unerwartete Entwarnung: Ein 15-jähriger aus Düren wurde vorläufig festgenommen und soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aachen am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Ob der junge Mann allerdings tatsächlich in Untersuchungshaft landet, muss nun der Richter entscheiden.

Auf die Schliche sind die Ermittler dem 15-Jährigen zunächst mit einen simplen Datenabgleich gekommen. Ingrid Königs: „Kontrollstreifen der Polizei haben die Personalien von Personen gesammelt, die sie vor Ort angetroffen haben. Der 15-Jährige wurde mehrfach angetroffen.“ Er soll zudem auch stets ein Feuerzeug mit sich geführt haben. Ingrid Königs: „Bei einer Hausdurchsuchung wurde bei dem Jugendlichen dann Kleidung mit Rauchspuren gefunden.“ Das führte zur Festnahme.

Über vier Wochen hinweg hatte der 15-Jährige Polizei und die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Atem gehalten. Ungewöhnlich an den Bränden war insbesondere, dass die Polizei keine Spuren von Brandbeschleunigern feststellen konnte. Zudem schlug der Täter zu ganz unterschiedlichen Zeiten zu, mal vormittags, mal nachmittags, oft auch abends. Und das an ganz unterschiedlichen Orten. Stadtförster Andreas Nießen bewertete das so: „Es gibt offenbar keine Präferenz für eine bestimmte Fläche. Mal brennt eine Wiese, dann Unterholz im Wald. Selbst an der Ruraue hat es schon einen Brand gegeben.“ Eine Befürchtung der Polizei war, dass der Täter irgendwann nicht mehr nur mit dem Feuerzeug zündeln könnte. Dass es bei den 22 gelegten Bränden zu keinen größeren Schaden gekommen ist, hatte für Nießen mit viel Glück zu tun – und mit dem Umstand, dass Boden und Holz noch relativ feucht waren.

Dabei hatte sich der Brandstifter die größtmögliche Mühe gegeben, Schaden anzurichten. „Wir hatten Fälle, wo es an zwei oder drei Stellen gleichzeitig gebrannt hat. Es gab auch schon einen Fall, wo an einem Tag vier Brände gelöscht werden mussten“, listet Dirk Karnstedt, Leiter der Abteilung Vorbeugender Brandschutz bei der Feuerwehr Düren, auf. Die Brände am Osterwochenende hatte Stadtförster Nießen hautnah miterlebt.

So zum Beispiel an Karfreitag. Nießen hatte frei, war aber dennoch mittags in den Wald gefahren. Vorsichtshalber. Und musste prompt die Feuerwehr alarmieren. Ebenfalls am Freitag im südlichsten Zipfel des Burgauer Waldes: Im Bereich „Am Sandberg“ in Stockheim gab es einen Brand, der nach Angaben des dortigen Jagdpächters fast 3000 Quadratmeter Unterwuchs vernichtete.

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