20 Millionen Euro für neues Seniorenquartier

Von: Sandra Kinkel
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So soll das neue Seniorenquartier auf dem Areal der Hauptschule aussehen. Im Sommer wird Baubeginn sein. Foto: Gut Köttenich GmbH

Nörvenich. Die Zahlen sprechen für sich: 20 Millionen Euro werden in der Gemeinde Nörvenich in ein neues Seniorenquartier investiert, rund 80 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Hauptschule realisiert die Gut Köttenich GmbH 76 Pflegeplätze und 36 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen. Außerdem soll auch ein Café entstehen.

„Wir haben einen unterschriebenen Kaufvertrag für das Areal“, sagt Bürgermeister Dr. Timo Czech (CDU). „Außerdem ist die geplante Einrichtung schon Bestandteil des Pflegebedarfsplanes des Kreises Düren. Das einzige, das uns noch fehlt, ist eine Baugenehmigung. Aber der Antrag liegt schon beim Kreis Düren.“

Ideale Lage

Seit vier Jahren steht das Hauptschulgebäude leer, genauso lange wird nach einer neuen Nutzung gesucht. Bis Januar waren Flüchtlinge in der früheren Hauptschule untergebracht.

Raoul Pöhler, geschäftsführender Gesellschafter der Gut Köttenich GmbH, erklärt: „Die Lage in unmittelbarer Nähe zur Burg und gleichzeitig mitten im Zentrum von Nörvenich ist für ein Seniorenquartier ideal.“ Darüber hinaus sei Nörvenich aber auch aus anderen Gesichtspunkten für ihn interessant: „Die Gemeinde liegt an der Grenze zum sich sehr stark entwickelnden Großraum Kerpen/Bergheim.

Ich bin überzeugt davon, dass der Bedarf für seniorengerechtes Wohnen vorhanden ist.“ Indiz dafür ist auch die Tatsache, dass sowohl bei der Gut Köttenich GmbH, die mittlerweile neun Einrichtungen mit 600 vollstationären Pflegeplätzen, 118 Wohnungen und fast 1000 Mitarbeitern betreibt, als auch bei der Gemeinde schon Anfragen eingegangen sind, wo man sich für das neue Seniorenquartier anmelden kann. „Ich bin gespannt“, so Czech, „wie lang die Warteliste am Eröffnungstag sein wird.“

Für seine Gemeinde, ergänzt der Bürgermeister, sei das geplante Quartier ein besonders wichtiges Projekt. „Uns hat das Konzept dieses Investors überzeugt. Das Seniorenquartier soll ein offenes Haus sein, auch eine Kooperation mit den Ortsvereinen und der angrenzenden Grundschule ist geplant. Das gefällt uns sehr gut.“ Denkbar sei beispielsweise, dass in der neu entstehenden Küche auch das Essen für die Kinder der offenen Ganztagsschule frisch gekocht werden könne.

Das alte Hauptschulgebäude bleibt komplett erhalten. Abgerissen werden müssen lediglich Teile der früheren Aula. Darüber hinaus gibt es zwei Neubauten – unter anderem für die Wohnungen. „Unsere Architekten“, sagt Raoul Pöhler, „sind begeistert, welch großen Räume sie hier gestalten können. Das Schulgebäude bietet einfach sehr viel Platz.“

Gute Zusammenarbeit

Pöhler lobt zudem die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nörvenich. „Dass ein Bürgermeister die Baugenehmigung selbst zum zuständigen Bauamt bringt, habe ich hier in Nörvenich zum ersten Mal erlebt. Sie haben mich davon überzeugt, dass der deutsche Bürokratismus ein Ende gefunden hat.“

Bereits im Mai soll mit den notwendigen Abrissarbeiten begonnen werden. Für die Skateranlage, die derzeit noch auf dem Schulhof der Hauptschule steht, soll in Absprache mit den Jugendlichen aus dem Jugendtreff „Chill-out“ ein neuer Platz gefunden werden.

Wenn alles nach Plan läuft, soll das neue Nörvenicher Seniorenquartier „An der Burg“ nach 16 Monaten Bauzeit fertig sein.

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