Heistern - 20 Jahre Odyssee: „Die Gequälten” hängen jetzt in Heistern

20 Jahre Odyssee: „Die Gequälten” hängen jetzt in Heistern

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
Rolf Kurth, Heinrich Göbbels,
Rolf Kurth, Heinrich Göbbels, Walter Dohmen und Dieter Reinartz (von links) freuen sich, dass die Druckstöcke „Die Gequälten” jetzt einen festen Platz gefunden haben. Die Kunstwerke zeigen (von links) Schmerz, Peinigung, Marter, Hilferuf, Höllenqual und Dahinsiechen. Foto: Röber

Heistern. „Die Odyssee ist zu Ende!” Heinrich Göbbels, Bürgermeister der Gemeinde Langerwehe, wählte diese Worte gleich zu Beginn in der Aussegnungshalle in Heistern, in der jetzt die Druckstöcke „Die Gequälten” des Langerweher Künstlers Walter Dohmen hängen.

Und das, nachdem sie der Öffentlichkeit 20 Jahre mehr oder weniger verborgen geblieben waren.

1991 hat Walter Dohmen die Kunstwerke geschaffen. Die Gemeinde Langerwehe hat sie erworben, einen festen Platz bekamen sie jedoch nie. Zwar wurden sie mal hier und mal dort ausgestellt, die meiste Zeit lagen sie jedoch auf dem Speicher des Langerweher Töpfereimuseums.

Rolf Kurth, Ortsvorsteher von Hamich, Heistern, Schönthal und Wenau und ein Freund des Künstlers, erinnerte sich an „Die „Gequälten” und machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Ort, um sie dauerhaft zu zeigen.

„Wunderschönes Präsent”

Mit der Aussegnungshalle wurden er und seine Mitstreiter in diesem Projekt fündig. „Für die Höhengemeinde ist das ein wunderschönes Präsent”, sagte Rolf Kurth. Auf Gründe, warum die Kunstwerke 20 Jahre lang auf dem Speicher des Töpfereimuseums lagen, wollte Walter Dohmen lieber nicht eingehen. Er freute sich einfach, dass sie nun für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Aussegnungshalle in Heistern (direkt am Sportplatz von Jugendsport Wenau) bietet mit ihren großen Fenstern dafür auch eine perfekte Möglichkeit, sind die Druckstöcke doch auch von außen gut sichtbar. Erklärungen zu den Kunstwerken sind außen an den Scheiben angebracht.

Der Betrachter spürt beim Betrachten der Druckstöcke, die die Titel Schmerz, Peinigung, Marter, Hilferuf, Höllenqual und Dahinsiechen tragen, den unmittelbaren Ausdruck des Leidens und die große Intensität der Gestaltung. Die Figuren überschreiten die menschlichen Abmessungen und führen so eine überlebensgroße Präsenz von Qual und Existenz vor Augen.

Walter Dohmen findet auch daher die Wahl des Ausstellungsortes sehr gut gewählt. „Wir werden täglich mit „Den Gequälten konfrontiert”, sagt der Künstler. „Die Gequälten” werden auch künftig auf Reisen gehen. Kommt eine Anfrage, muss Walter Dohmen aber erst seine Einwilligung geben. So reisen „Die Gequälten” jetzt nach Jülich.

Ansonsten freut sich der Künstler, wenn sich viele Menschen seine Werke in der Aussegnungshalle in Heistern ansehen.
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