17 Messdiener in Untermaubach: „Es macht großen Spaß“

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Eine eingeschworene Gemeinschaft: Die Messdiener der Pfarre St. Brigida in Untermaubach verbringen viel Zeit miteinander. Foto: Sandra Kinkel

Kreuzau. Untermaubach ist ein Ortsteil von Kreuzau. Knapp 1200 Menschen leben dort. In Untermaubach gibt es aber 17 Messdiener. Und die sind alle mit Feuereifer bei der Sache. Hedwig von Spee (14), Kaja Linstädt (10), Elias Hummel (10), Hanna Backermann (11), Isabella von Spee (9), Nele Krudeweg (10), Joseph von Spee (17), Nikolas Küsgens (9) und Caspar von Spee (12) haben sich alle nach ihrer Erstkommunion dazu entschieden, Messdiener zu werden.

„Es macht großen Spaß, am Altar zu stehen“, sagt Isabella.

Genau wie Isabella sind nach der vergangenen Erstkommunionfeier im Frühjahr neun Jungen und Mädchen Messdiener geworden. „Das sind sehr viele“, sagt Pfarrer Walter Hütten. „Offenbar haben die Kinder bei ihrer Erstkommunionvorbereitung eine positive Erfahrung gemacht.“ Die Messdiener treffen sich regelmäßig, schließlich müssen die Kinder genau wissen, was sie beim Dienst am Altar beachten müssen.

„Für mich ist es wichtig“, sagt Hütten, „dass die Kinder den Sinn ihrer Handlungen verstehen und dass sie nicht einfach Dinge nachmachen oder auswendig lernen. Das klappt bei uns ganz gut. Und der Ablauf eines Gottesdienstes ist ihnen natürlich vertraut. Und darüber haben sie ja auch viel im Kommunionunterricht gelernt.“

Viel, ergänzt Kaja, habe man aber auch im Gefühl. „Man sieht, was der Pastor und die größeren Messdiener machen“, sagt die Schülerin. Manchmal ist das Mädchen noch ein bisschen nervös. „Ich möchte nichts falsch machen“, sagt Kaja. Für Hanna Backermann ist es wichtig, selbst Verantwortung für die Dinge zu übernehmen, die ihr wichtig sind.

In der Regel haben die Kinder zweimal im Monat Dienst in der Kirche, außer in Untermaubach sind sie manchmal auch in Obermaubach und Langenbroich im Einsatz. „„Weihnachten ist zwar eine besondere Zeit“, sagt Amelie Poth (9), „aber häufiger Dienst haben wir dann nicht. Weil die Gottesdienste ja so stattfinden wie immer.“ Caspar von Spee hat noch ein anderes Argument, warum Messdiener zu sein eine gute Aufgabe ist. „Manchmal sind Gottesdienste für Kinder ja schon langweilig“, sagt er. „Aber als Messdiener hat man immer viel zu tun, da ist für Langeweile gar keine Zeit.“

Wenn möglich sind die Messdiener auch bei Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten im Einsatz. Rund um den 6. Januar sind sie darüber hinaus als Sternsinger unterwegs. Vor Ostern verteilen die Messdiener Palmzweige im Ort.

„Wir haben einen Messdiener-Chat“, erzählt Hedwig von Spee. „Darüber können wir uns gut verabreden und darüber finden wir auch eine Vertretung, wenn wir einmal samstags oder sonntags nicht können.“ Für Johanna von Spee (48), die die Betreuung der Messdienergruppe übernommen hat, ist es besonders schön zu beobachten, dass ältere und jüngere Messdiener sich gegenseitig helfen, füreinander da sind. Vielleicht auch deswegen, weil die Messdiener einen Großteil ihrer Freizeit miteinander verbringen. „Die anderen Messdiener“, sagt Nikolaus, „sind auch meine Freunde.“ Im Januar wollen die Jungen und Mädchen kochen – und zwar ein Vier-Gänge-Menü. „Wir haben mit Simon Sablotny einen Profi-Koch in unserer Gemeinde“, sagt Walter Hütten. „Und der kocht mit uns.“

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