160 Jugendliche beim 12. Rurtalpokal des Schachvereins

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
9525048.jpg
Auch Sechsjährige nahmen am Rurtalpokal des Schachvereins Lendersdorf in der Rurtalhalle teil. Höchst konzentriert setzten sie die Figuren. Foto: Gudrun Klinkhammer
9525047.jpg
Peter Titz ist Vorsitzender des SV Lendersdorf 57 und Leiter der Jugendabteilung. Foto: Gudrun Klinkhammer

Lendersdorf. „Ich treibe viel Sport, zum Beispiel Volleyball und Bogenschießen, da ist der Schachsport für mich zusätzlich ein willkommener geistiger Ausgleichssport“, sagt Florian Wulff. Der 16-Jährige aus Derichsweiler besucht das Stiftische Gymnasium in Düren und eines seiner Hobbys ist seit sechs Jahren das Schachspiel im Schachverein (SV) Lendersdorf 57.

Am Samstag nahm er wie 160 andere Teilnehmer am „12. Jugend-Rurtalpokal“ teil. Was den Besuchern und Begleitern sofort auffiel, war die Ruhe in der Halle. Die sechs bis 19 Jahre alten Akteure konzentrierten sich von der ersten Spielsekunde an und gaben währenddessen so gut wie keinen Ton von sich.

Einzig die Gesten der Arme und Hände, die gelegentlich in Denkermanier an das Kinn wanderten, brachten Bewegung in die Szenerie.

Tom Diel, zwölf Jahre alt und aus Winden, ist ebenfalls seit sechs Jahren im SV Lendersdorf 57 aktiv. Dem Schüler des Gymnasiums in Kreuzau gefällt der strategisch angelegte Konzentrationssport. Er formuliert: „Das Schachspiel stärkt den Geist und macht schlau.“ Über seinen Vater kam der junge Mann bereits im Alter von sechs Jahren mit dem traditionsreichen Brettspiel in Berührung.

Peter Titz ist der Vorsitzende des Vereins, der mit seinem Team das Turnier regelmäßig in der Rurtalhalle in Lendersdorf ausrichtet. Gleichzeitig ist der Vorsitzende auch der Leiter der Jugendabteilung. Aktuell zählt der Verein 50 Mitglieder, davon sind die Hälfte unter 18 Jahre alt.

Peter Titz freut es immer wieder, dass auch ganz junge Kinder schon für Schach zu begeistern sind, obwohl er auch weiß: „In der Regel sind es dann die Eltern, Verwandte oder Bekannte, bei denen die Kids das Spiel abschauen.“

Im Verein bieten sich verschiedene Möglichkeiten, das Spielkönnen zu erhöhen. So werden Übungsstunden in der Woche angeboten, Übungseinheiten an Wochenenden oder eben Turniere. Beim Rurtalpokal gilt es, neun Runden zu je 15 Minuten pro Person zu spielen, eine Partie dauert also maximal 30 Minuten. Entschieden wird die Partie entweder dadurch, dass einer der beiden Spieler den anderen „Matt“ setzt oder dass einem der Spieler die Zeit verloren geht.

Aachen, Kerpen, Porz

Richard Heinen, gestandenes Mitglied des Schachvereins und am Turniertag im Organisationsteam tätig, weiß zu berichten: „Wenn man ein Spiel gewonnen hat, dann atmet man richtig durch und freut sich.“

Die vorderen Plätze in den einzelnen Alterskategorien belegten beispielsweise Spieler aus Kerpen, Aachen, Porz und Leverkusen. Sonderpreise wurden ebenfalls vergeben.

Für das größte Kontingent wurde die SG Porz ausgezeichnet. Die weiteste Anreise legte David Toval aus Münster zurück. Jüngster Teilnehmer war Ingmar Mainka, der am 23. März 2009 das Licht der Welt erblickte.

Als bester Vereinloser wurde Idris Chraibi aus Düren mit drei Punkte aus sieben Partien in der U8 geehrt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert