1568 Pfeifen werden aufwändig gereinigt und instand gesetzt

Von: Jörg Abels
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Engagieren sich für den Erhal
Engagieren sich für den Erhalt der 1927 erbauten Klais-Orgel in der Pfarrkirche St. Cäcilia (v. l.): Willi Bodden, Theo Jansen, Erst Steffens und Albert Lieven.. Foto: Abels

Niederzier. Sie ist etwas ganz Besonderes, die 1927 erbaute Klais-Orgel in der Pfarrkirche St. Cäcilia. „Experten sprechen vom Ferrari unter den Orgeln”, schwärmt der frühere Kirchenvorstand und Heimatforscher Ernst Steffens.

„Die meisten Orgeln dieses pneumatischen Typs sind durch Krieg oder Umbau vernichtet worden.” Anders die in Niederzier. Und deshalb stand weder für den Bau- und Förderverein St. Cäcilia noch für den aktuellen Kirchenvorstand um Willi Bodden jemals zur Disposition, das in die Jahre gekommene Instrument mit seinen 27 Registern und 1568 Pfeifen zu ersetzen.

Alle waren sich einig, dass der Originalzustand wiederhergestellt werden muss, um „das besonders in Verbindung mit dem Gotteshaus außergewöhnliche Gesamtkunstwerk für die Nachwelt zu erhalten”, erklärt Albert Lieven.

Seit Wochen ist eine Fachfirma mit der Restaurierung beschäftigt. „Alle Orgelteile müssen gereinigt und viele der Metall-, Holz- und Zungenpfeifen instand gesetzt werden”, erklärt Theo Jansen und verweist auch auf die vielen hundert zur Ansteuerung der Ton- und Registerventile benötigten Lederbälgchen, die seit der Generalüberholung der Orgel und der Beseitigung der Kriegsschäden vor 40 Jahren spröde und rissig geworden sind.

„Tonausfälle und zu niederiger Ventilaufgang waren die Folge”, erklärt Jansen. „Die Windmaschine muss aus klimatischen Gründen aus der Turmkammer ins Innere der Orgel gebracht und mit einer neuen, schallgeschützten Motorkiste versehen werden.” Und auch die Überarbeitung des Spieltisches und des Gehäuses sowie die Fertigung einer neuen zweischaligen Vorderwand sind Teil der Restaurierung, die Mitte November abgeschlossen sein soll. Dann erfolgt die Stimmung. Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen.

Die Arbeiten haben ihren Preis: Willi Bodden kalkuliert mit 65.000 Euro, 20.000 steuert der Bau- und Förderverein hinzu, der über Pfeifenpatenschaften weiteres Geld einsammeln will.

Spendenkonto für Pfeifenpatenschaften

Für Spenden zur Restaurierung der Orgel hat der Bau- und Förderverein St. Cäcilia ein Konto eingerichtet (Nr.: 327247 bei der Sparkasse Düren, Bankleitzahl 39550110).

Pfeifenpatenschaften können je nach Größe der Pfeife für Beträge zwischen zehn und 250 Euro übernommen werden.

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