1500 Sportler drehen 39.971 Runden für den guten Zweck

Von: Kevin Teichmann
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Peter Borsdorff (links) und Dürens Bürgermeister Paul Larue freuten sich über die Unterstützung des „Peter & Paul“-Laufs. Foto: Teichmann
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Rund 1500 Teilnehmer gingen am Freitag auf der Sportanlage des Dürener Turnvereins an den Start. Foto: Teichmann

Düren. Bürgermeister Paul Larue (CDU) staunte nicht schlecht, als er ins weite Rund schaute: „Gleich am Anfang sind sehr viele Menschen da. Die Veranstaltung hat sich eingebürgert.“ Er sprach von der 18. Auflage des „Peter & Paul“-Laufs.

„Peter“ ist Peter Borsdorff, der „Läufer mit der Sammelbüchse“ – und „Paul“ ist Paul Larue. Einmal im Jahr laufen sie mit viel Unterstützung zusammen für den guten Zweck. Der Startschuss fiel am Freitagabend, etwa 1500 Läufer waren dabei. Viele Vereine und Unternehmen unterstützen seit Jahren die Veranstaltung, die Teilnehmer haben zum Teil eigens dafür angefertigte Trikots.

Wie viele Runden der Bürgermeister wohl beim Benefizlauf schaffen würde? „Ich glaube, es werden nicht mehr als zehn“, sagte Larue lachend und fügte hinzu: „Darauf kommt es nicht an. Das Sympathische an diesem Event ist, dass es nicht um Rekorde geht. Es geht um das Miteinander.“ Und das funktioniere hervorragend auf der Anlage des Dürener TV, die Borsdorff und Larue Jahr für Jahr zur Verfügung gestellt bekommen.

„Da muss man dem DTV auch mal einen Dank aussprechen“, sagte Larue, der immer wieder die unterschiedlichen „Fortbewegungsmittel“ der Teilnehmer bewundere: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Rollstuhl, im Kinderwagen. Die Möglichkeiten, Mitmenschen zu helfen, sind offenbar unbegrenzt.

„Inklusion im besten Sinne“, sagte Larue dazu. „Peter Borsdorff ist die Seele des Laufs und seiner Aktion ‚Running for Kids‘“, mochte Larue sich nur in einer „Nebenrolle“ wissen. „Führt man sich vor Augen, wie viel Selbstdisziplin und nachhaltigen Einsatz Peter Borsdorff über so viele Jahre aufbringt, dann ist das sehr beeindruckend. Er hätte die Zeit auch anders nutzen können, aber er setzt sich für seine Mitmenschen ein. Er ist ein Helfer und Mutmacher“, bedankte sich Larue.

Vom Glück, helfen zu können

Peter Borsdorff musste bei dieser Lobrede ein wenig schmunzeln. „Ich mache das gerne. Wenn ich Familien wiedersehe, denen ich helfen konnte, bin ich glücklich, einfach nur dankbar. Das macht mir bewusst, wofür ich laufe“, schilderte er seine Motivation.

Die erste Zwischenmeldung von Sibille Dienstknecht, die per Tastendruck jede gelaufene Runde zählte, war schon eindrucksvoll: 5000 Runden nach nur 28 Minuten. Angesichts des schwülen Wetters griff Peter Borsdorff lieber einmal zum Mikro: „Meine Freunde, lauft lieber etwas langsamer und dafür eine Runde mehr“, scherzte er und motiviert so die Unterstützer. „Es geht mir nie um Rekorde“, sagt er. Wichtig war ihm, dass er am Ende des Laufs bereits 27 Umschläge mit Schecks übergab. Der Erlös kommt nämlich Kindern aus 13 Orten in der ganzen Region zugute.

Am Ende kamen Peter Borsdorff, Paul Larue und ihre vielen Mitstreiter auf stolze 39.971 Runden. Das finanzielle Ergebnis bedarf noch einiger Rechnerei, wird erst im Laufe der Woche genau feststehen. Borsdorff ist überzeugt, dass es mehr als 30 000 Euro für den guten Zweck sein werden: „Wir können mit unseren gelaufenen Sympathiekilometern wieder vielen Menschen helfen.“

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