150-Millionen-Euro-Investitionen gehen weiter

Von: Jörg Abels
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Richtfest für die ersten zehn „Eurofighter-Garagen”: Die Abstellhallen kosten rund zwölf Millionen Euro. Foto: Abels

Nörvenich. Während Details zur Strukturreform der Bundeswehr, insbesondere zur künftigen Zahl der Eurofighter-Verbände aus dem Bundesverteidigungsministerium frühestens im Sommer 2011 erwartet werden, wird auf dem Fliegerhorst Nörvenich weiter auf Hochtouren an neuen Gebäuden gearbeitet.

Am Dienstag wurde Richtfest für die ersten zehn Eurofighter-Abstellhallen gefeiert, eine weitere Investition von rund zwölf Millionen Euro.

Bis Ende 2012 werden in Nörvenich im Zuge der Eurofighter-Einführung ungeachtet der Entscheidung, welche Geschwader und Standorte am Ende der Reform in der Luftwaffe übrig bleiben, rund 150 Millionen Euro für 18 Bauprojekte zur Verfügung gestellt.

Eine gigantische Summe aus Steuermitteln, die Finanzpräsidentin Ursula Krüger von der Oberfinanzdirektion Münster nur hoffen ließ, dass die Bundeswehr den am Ende hochmodernen Standort auch erhält.

Harald K. Lange vom federführenden Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW in Aachen ging noch einen Schritt weiter: „Jeder weitere Kubikmeter Beton sichert den Standort”, glaubt der Niederlassungsleiter zu wissen.

Und Beton ist in den neuen Abstellhallen, funktionalen Zweckbauten, die mit den olivgrün-grauen, sich aus luftiger Höhe unsichtbar machenden Sheltern aus der Ära des Kalten Krieges nichts mehr gemein haben, reichlich verbaut worden: mehr als 3000 Tonnen.

Dass dies die Entscheidung pro Nörvenich betoniere, wie Lange beim Richtfest zum Ausdruck brachte, ist aber für den stellvertretenden Kommodore des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke”, Kristof Conrath, alles andere als sicher, schließlich würde parallel auch auf anderen Fliegerhorsten investiert. „Uns bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten”, betonte der Oberstleutnant.

Die zehn „Einzelgaragen”, in denen die Eurofighter künftig gewartet und auf den Start vorbereitet werden, sollen im kommenden Juni fertiggestellt sein. Und die Bauarbeiten für weitere zehn Hallen haben auch bereits begonnen. Sie sollen im Juni 2012 abgeschlossen sein.

Dabei ist nicht nur immer noch unklar, ob der Standort Nörvenich tatsächlich erhalten bleibt, auch ist weiter offen, ob das Jagdbombergeschwader 31 wie angekündigt 35 Eurofighter erhält.

Seit der Einführung des hochmodernen Flugzeugs vor Jahresfrist stagniert die Zahl der „Boelcke”-eigenen Maschinen bei zwei, während die Luftwaffe die Eurofighter-Ausbildung in Rostock-Laage zentralisiert hat; voraussichtlich noch bis Februar/März des kommenden Jahres.
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