Wollersheim/Zülpich - 150 Gästeführer werden für die Landesgartenschau ausgebildet

150 Gästeführer werden für die Landesgartenschau ausgebildet

Von: Sarah Maria Berners
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Ferdinand Engels aus Wollersheim ist einer von 150 Personen, die sich in Zülpich derzeit zu Gästeführern für die Landesgartenschau im kommenden Jahr ausbilden lassen. Foto: Sarah Maria Berners

Wollersheim/Zülpich. Mit tausenden Besuchern rechnet die Stadt Zülpich im kommenden Jahr, dem Jahr der Landesgartenschau (Laga). Und sie geht davon aus, dass bis zu 2000 geführte Gruppen über das Laga-Gelände und durch die Stadt geführt werden möchten. Deswegen werden in Zülpich derzeit 150 Gästeführer ausgebildet.

Einige kommen aus dem Kreis Düren – aus Nideggen und Vettweiß zum Beispiel.

Der Wollersheimer Ferdinand Engels ist einer von ihnen. „Ich kann Nelken von Primeln unterscheiden“, sagt er augenzwinkernd. Um Gästeführer für die Landesgartenschau zu werden, geht es aber um mehr, als um botanisches Wissen. Es geht – und das ist das eigentliche Steckenpferd von Ferdinand Engels – auch um die Geschichte der Stadt. Und mit der kennt sich der gebürtige Zülpicher aus, schon seit einigen Jahren ist er im dortigen Geschichtsverein aktiv.

Zu allererst stand jedoch der „Gästeführerknigge“ auf der Tagesordnung der Ausbildung, die in mehrere Module unterteilt ist. „Es ging um korrekte Verhaltensweisen ebenso wie darum, auch diejenigen, die sich vielleicht nicht ganz so stark für ein Thema interessieren, zu begeistern“, erklärt Engels. Auch die richtige Körpersprache wurde im Lehrgang thematisiert. Und wie geht man mit denen um, die bei einer Führung doch immer alles besser wissen? Auf die Gästeführer warten viele Herausforderungen. Einblicke in die Stadtgeschichte sowie Informationen über Gartengestaltung und Pflanzen stehen natürlich auch auf dem Lehrplan. Stationen der 90-minütigen Führungen werden der Seepark, der Park am Wallgraben und der historische Stadtkern sein.

Landesgartenschau, VHS und die Stadt Zülpich haben die Ausbildung, die Mitte vergangenen Jahres begann, konzipiert. „Schade ist, dass man für die einzelnen Aspekte so wenig Zeit hat“, findet Ferdinand Engels. Es gebe so viele spannende Dinge zu erzählen. Sein Ziel ist es, auch Kinder für die Geschichte zu begeistern. „Man muss sich nur die richtigen Informationen raussuchen“, ist der angehende Gästeführer überzeugt.

Wenn die Gartenschau im Oktober 2014 zu Ende geht, will Ferdinand Engels weitermachen: „Ich glaube, dass es auch nach der Landesgartenschau eine hohe Nachfrage nach Führungen gibt“, sagt Engels. Er setzt darauf, dass die Leute neugierig auf Zülpich werden und angespornt werden, noch einmal in die geschichtsträchtige Stadt zu kommen.

„Denn beim Besuch der Laga stehen für viele natürlich die Blumen und Gärten im Vordergrund.“ Überhaupt glaubt Engels, dass die Lage gut für Dürens Nachbarstadt ist. Die Arbeiten, die derzeit in Zülpich laufen, würden die Stadt deutlich aufwerten und sicher auch in Zukunft für Besucher attraktiver machen. „Die Stadt hat viel zu bieten und ist historisch bedeutend“, betont Ferdinand Engels.

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