135 Jahre Amtsgericht Düren: Behörde mit „bewegtem Leben“

Von: hp
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Heinz-Peter Müller (rechts) und Direktor Ulrich Conzen vor den Schautafeln zur Geschichte des Amtsgerichts Düren. Foto: Hartmut Prüss

Düren. Seit nunmehr 135 Jahren gibt es in Düren ein Amtsgericht. Die Behörde, deren zentrale Aufgabe seitdem die Rechtspflege ist, wurde am 1. Oktober 1879 in Folge der königlich-preußischen Verordnungen gegründet.

Das erste Personal – vier Richter, zwei Referendare, drei Rechtsanwälte, vier Gerichtsschreiber, drei Hilfsschreiber, vier Gerichtsvollzieher und ein Gerichtsdiener – nahm seine Tätigkeit am 6. Oktober 1879 im Alten Dürener Rathaus am Markt auf.

Noch im selben Monat zog das Amtsgericht in ein eigenes Gebäude mit angeschlossenem Gefängnis an der Jesuitenstraße. Wachsende Aufgaben bescherten der Behörde im Laufe der Zeit ein „bewegtes Leben“. So mussten einige Abteilungen aus Platzgründen ausquartiert werden und fanden 1914 in den Räumen der ehemaligen höheren Töchterschule an der Schützenstraße weitere Diensträume. Anfang 1939 war Grundsteinlegung für das jetzige Gerichtsgebäude an der August-Klotz-Straße.

Dokumente zusammen getragen

In mühevoller Kleinarbeit hat Justizhauptsekretär Heinz-Peter Müller, der in der Geschäftsstelle für Jugendstrafsachen tätig ist, alte Dokumente, Fotos, Urkunden und Erinnerungsstücke zusammengetragen, um die Geschichte des Amtsgerichts Düren zu dokumentieren. Unter der Schirmherrschaft von Amtsgerichtsdirektor Ulrich Conzen trug Heinz-Peter Müller eine kleine, aber sehenswerte Ausstellung zusammen, die bis 17. Oktober im Foyer des ersten Obergeschosses des Gerichtsgebäudes während der normalen Öffnungszeiten besichtigt werden kann. Unterstützt wurde der Initiator bei seinen Recherchen von einigen Menschen, die sich dem Amtsgericht besonders verbunden fühlen, sowie von Stadt- und Kreisarchiv sowie Geschichtswerkstatt und dem Stadtmuseum.

In einem Faltblatt sind wichtige Stationen übersichtlich zusammengefasst. Den Betrachtern der Ausstellung wird schnell deutlich, dass im Amtsgericht auch stets Menschen beschäftigt waren, die dieser Behörde im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht beziehungsweise Gesichter gaben und geben.

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