Düren - 131 Schals für bedürftige Kinder gehäkelt

131 Schals für bedürftige Kinder gehäkelt

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Leisten Hilfe für Kinder in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten: Seit elf Jahren packen Ursula und Helmut Bach vor Weihnachten Päckchen für Kinder und Jugendliche.

Düren. Päckchen für das Weihnachtsfest packen Ursula und Helmut Bach ein wenig früher, als die meisten anderen Menschen das tun. Und die Vorbereitungen auf das Fest beginnen für sie auch nicht erst im November. Genau genommen arbeitet das Dürener Ehepaar zwölf Monate lang auf Weihnachten hin.

Denn seit elf Jahren packt das Ehepaar Weihnachtspäckchen für Kinder, die in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), also in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion leben.

„Das Elend in manchen Dörfern, zum Beispiel in der Ukraine, ist groß“, erzählt Helmut Bach. Er spricht von Arbeitslosigkeit und übermäßigem Alkoholkonsum. „Daraus folgt nicht selten Gewalt“, weiß der Dürener. Wer das Elend einmal gesehen habe, der wolle automatisch etwas dagegen unternehmen.

Kindern, die in diesen schwierigen Verhältnissen aufwachsen, wollen Ursula und Helmut Bach an Weihnachten eine Freude machen. Das haben sie früher schon in Kerpen-Sindorf getan, und sie setzen diese Tradition in Düren fort.

Dafür sammeln sie Spielzeug, Kuscheltiere, Kleidung, Schreibwaren und Süßigkeiten wie Schokolade und Gummibärchen, die nicht so zerbrechlich und haltbar sind. Sie packen Kisten, legen eine Bibel-Geschichte und Bilder zum Ausmalen hinzu – je nach Altersgruppe und getrennt für Jungen und Mädchen. 1600 Pakete waren es im vergangenen Jahr.

Das Ehepaar hat 1,5 Kilometer Geschenkpapier und etliche Rollen Klebeband verbraucht. In ganz Deutschland wurden für die Aktion, die über das Missionswerk „Friedensbote“ läuft, 6500 Pakete geschnürt.

Weil Ursula und Helmut Bach mittlerweile 76 und 80 Jahre alt sind, gehen sie in diesem Jahr noch einen Monat früher auf die Suche nach Unterstützern (siehe Infokasten). Das Missionswerk „Friedensbote“ holt die Päckchen dann in regelmäßigen Abständen und bringt Ladung für Ladung in die Ukraine, nach Russland und in andere Länder.

Das ganze Jahr über haben die Bachs schon gesammelt, Kleidung verschickt, und die Weihnachtsaktion vorbereitet. So hat Ursula Bach bislang 131 Schals in vielen bunten Farben gehäkelt – die Wolle davon haben andere Menschen gespendet. Andere Frauen stricken für die Kinder.

„Wir brauchen 1600 Schuhkartons und 40 Bananen-Kartons, um die Pakete zu transportieren“, erzählt Ursula Bach. Jegliche Unterstützung sei willkommen.

„Wer uns unterstützen möchte, braucht die Pakete nicht zu verpacken“, sagt Ursula Bach. Sie und ihr Mann würden die Pakete ohnehin alle überprüfen. Es hat nämlich schon Fälle gegeben, in denen ein großer bunter Karton nur mit einem Überraschungsei gefüllt war oder dreckige Unterwäsche und Puppen ohne Köpfe abgegeben wurden.

„Wir wollen keine enttäuschten Gesichter, sondern glückliche“, betont Helmut Bach, ehemaliger evangelischer Pastor.

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