13 Nachwuchskräfte stellen sich vor: Sprungbrett für eine närrische Karriere?

Von: jago
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Vorstellabend des RV Düren im Bund Deutscher Karneval: Im Huchem-Stammelner Casino war selbst der „Kölsche Köbes“ unterwegs, um beim Vorstellabend nicht nur Lacher, sondern auch Verträge für die Session einzusammeln. Foto: Günther Jagodzinska

Huchem-Stammeln. Zur Präsentation ihres Auftritts beim 17. Vorstellabend des Regionalverband Düren in der „Vereinigung der Karnevalsgesellschaften im Kreis Düren und Kreis Euskirchen“ hatten 13 von 45 Bewerbern die Hürde der Vorausscheidung überwunden.

Vor den kritischen Augen des Literarischen Komitees des Verbands und der Abordnungen vieler Karnevalsgesellschaften galt es, die Chance zu nutzen, für die kommende Session auf sich aufmerksam zu machen und bereits im Vorfeld Kontakte für eventuelle Engagements zu knüpfen.

Eine Programmbörse

Ursprünglich ist der Vorstellabend aus dem Gedanken entstanden, karnevalistische Nachwuchstalente zu entdecken und zu fördern. Bei der aktuellen Veranstaltung in der Gaststätte „Zum Casino“ in Huchem-Stammeln wurde der Nachwuchs verstärkt durch einige erfahrene Akteure, die sich in anderen Orten bereits einen Namen gemacht haben.

So konnte die Veranstaltung gleichsam als Programmbörse gesehen werden. Die Gelegenheit, trotz knapper werdender Kassen und schmaler Budgets mit der Verpflichtung von zur Zeit noch preisgünstigen Programmangeboten vorzusorgen, ließen sich die Sitzungsmacher nicht entgehen.

Im Wettbewerb der bekannten Top-Karnevalsgrößen werden die 13 angetretenen Büttenredner, Gesprächs-Duos, Sänger und Musikgruppen sicher nicht mithalten können, doch einige könnten durchaus für Überraschungen sorgen. Zudem darf nicht unterschätzt werden, dass es deutlich schwieriger ist, bei einem Vorstellabend sein Können unter Beweis zu stellen, als in einem vollen Saal oder Festzelt, in dem es bereits hoch her geht, die Massen mitzureißen.

Die anwesenden Programmgestalter der vielen Sitzungen, die im Kreis veranstaltet werden, verfügen über genügend Erfahrung, um die Angebote des Vorstellabends auf ihre karnevalistische Bühnentauglichkeit hin einzuschätzen. So wird ihnen sicher das fehlende Niveau besonders einiger Redebeiträge aufgefallen sein.

Potenzial zu erkennen

Es reicht beispielsweise nicht aus, sich doof zu stellen, alberne Witzchen unter der Gürtellinie auszugraben und zwischendurch die Anfangszeilen von Stimmungshits zu trällern, um einem Publikum Vergnügen zu bereiten. Die Abmoderation mit den Worten „Mal schauen, wo wir euch wiedersehen“, wird bei so manchem ein stilles „Bei uns bestimmt nicht“ bewirkt haben.

Bei einigen Vorträgen war durchaus großes Potenzial zu erkennen, wie etwa beim Zwiegespräch der „Zwei Verdötschte“. Um wirklich gut zu sein, bedarf es aber einer deutlichen Steigerung des weiblichen Parts. Rein stimmungstechnisch werden hingegen alle Musikbeiträge auf den Karnevalsbühnen der Region bestehen können. Manche machen es sich allerdings recht leicht, indem sie mit der x-ten Version von „Hey, Kölle...“ loslegen oder mit einer Trude-Herr-Imitation auf den Wiedererkennungseffekt setzen.

Positiv fiel auf, dass es dennoch erfrischend junge Gesichter gibt, wie das Gesangsduo „Steven und Chris“, das mit eigenen Texten und Kompositionen für neue Töne sorgt. „Die Blootwoosch die mäht johd Doosch“ könnte sich zu einem Ohrwurm der Session entwickeln.

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