10.159 Ratsuchende bei der Verbraucherzentrale

Von: fjs
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An Arbeit herrscht kein Mangel: Hildegard Dapper (rechts) und Martina Wagner von der Verbraucherberatung. Foto: Schröder

Düren. Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale im Bürgerbüro war auch 2009 eine gefragte Anlaufstelle. Aufgesucht wurde sie von 10.159 Ratsuchenden; eine relativ konstante Zahl im Vergleich zum Vorjahr.

Die Statistik der Beratungsstelle weist 1094 Rechtsberatungen und -vertretungen aus.

„Es wird immer komplexer und schwieriger”, lautet die Bilanz von Hildegard Dapper und Martina Wagner. Reichten bisher in vielen Fällen Musterbriefe oder Rechtsauskünfte als Hilfe zur Selbsthilfe aus, sind heute Rat und Unterstützung bei den individuellen Problemstellungen gefragt. Oft warten die Verbraucherschützer vier Wochen und mehr auf Antworten, wenn sie Sachverhalte klären wollen.

Vor dem Hintergrund von Rezession, Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit verzeichnete die Geld- und Kreditberatung eine Hochkonjunktur. Gefragt war Hilfestellung beim Auskommen mit eingeschränktem Einkommen. Für Verdruss sorgte auch einmal mehr die Abzocke im Internet. Immer wieder tappen Verbraucher bei der Suche nach kostenloser Software in kostenträchtige Abo-Fallen.

Deshalb raten Dapper und Graf zur Vorsicht, wenn eine Maske im Internet mit persönlichen Daten bestückt werden soll. Auch perfide: „Gratis-Online- Spiele”, mit denen Kinder und Jugendliche ihren Spieltrieb teuer bezahlen.

Nicht gut kommen in der Bilanz die Anbieter der Telekommunikationsbranche weg. „Reklamationen und Beschwerden von Verbrauchern werden kaum noch ernstgenommen; oftmals wird erst nach Einschaltung einer Rechtsvertretung das Problem bearbeitet”.

Auch die Telefonwerbung wird kritisch betrachtet. Ausdrücklich weisen die Beraterinnen darauf hin, dass beim Abschluss von Verträgen Unterschriften getätigt werden sollen. Nach wie vor sind jedoch auch Verträge ohne Unterschrift möglich und

ebenso nach wie vor werden bei Werbeanrufen die Rufnummern unterdrückt. Da der Gesetzgeber die Notwendigkeit weiterer rechtlicher Regeln überprüfen will, heißt die Devise für Hildegard Dapper und Martina Graf: „Wir sammeln weiter”.
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