Düren - 1. Mai: DGB kämpft für gerechte Löhne und soziale Sicherheit

1. Mai: DGB kämpft für gerechte Löhne und soziale Sicherheit

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Rufen zur Teilnahme an der tra
Rufen zur Teilnahme an der traditionellen Maikundgebung des DGB in Düren auf: Ralf Woelk und Karl Panitz (r.). Foto: Abels

Düren. „Deutschland ist erstaunlich gut aus der Krise gekommen mit einer positiven Arbeitsmarktentwicklung auch im Kreis Düren”, stellt der DGB-Regionsvorsitzende Ralf Woelk unumwunden fest. „Aber die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, die bundesweite Lohnquote sinkt.”

Verantwortlich dafür ist aus Sicht der Gewerkschaften der ungebrochene Trend zu Leiharbeit, Minijobs und befristeter Beschäftigung.

„Das vermeintliche Modell Deutschland führt zu Lohndumping und einer sinkenden Binnennachfrage”, heißt es daher im Aufruf des DGB zum 1. Mai. „Die Qualität der Arbeit hält nicht mit der Konjunkturentwicklung schritt”, formuliert es Woelk. Und deshalb unterstreichen die Gewerkschaften ihre Forderungen: gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro und gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit. „Und auch der Wildwuchs auf dem Arbeitsmarkt muss aufhören”, fordert Woelk von den Arbeitgebern die Abkehr von befristeten Arbeitsverhältnissen.

Im Fokus der Maikundgebung stehen aber auch die drohende Altersarmut, die mit Minijobs und schlecht bezahlter Leiharbeit verbunden sei, und der Blick nach Europa. Es könne Deutschlands exportorientierter Wirtschaft nicht gut gehen, wenn es Europa schlecht geht. Woelk sprach von der großen Gefahr, dass Merkel und Sarkozy über Brüssel in die Tarifautonomie in Europa eingreifen. Überall soll nur gespart werden, ärgert sich Woelk. Die Folge: explodierende Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Ländern. „Wie wollen wir diesen jungen Menschen in Zukunft noch den EU-Gedanken vermitteln?”

Demonstrationszug und Kundgebung

Die Maiveranstaltung des DGB beginnt am Dienstag um 10 Uhr auf der Kuhgasse. Von dort aus zieht der Demonstrationszug mit der durch die Innenstadt mit der Musikgruppe Manos Rapidos.

Gegen 11 Uhr beginnt die Kundgebung im Willy-Brandt-Park. In einer Gesprächsrunde stehen Bernd Despineux, Bezirkssekretär der belgischen Gewerkschaft CSC, Jürgen Müller und Katharina Faust (beide Neapco Düren) Rede und Antwort.

Im Kulturprogramm spielen die „Schweess Fööss”, auf die Kinder wartet unter anderem das Spielmobil „Emil , der Schnelle”, Auch gibt es verschiedene Infostände.

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