Ofenbauer Elino wird an die französische Ceric Wistra verkauft

Von Jörg Abels | 02.03.2010, 19:00

Düren. Gute Nachricht für die Beschäftigten des insolventen Ofenbauers Elino: «Der Standort Düren ist gerettet», teilte André Seckler von der Aachener Rechtsanwaltskanzlei Kebekus-Zimmermann, die als Insolvenzverwalter fungiert, am Dienstag mit.
Elino soll an die zur französischen Elmetherm-Gruppe gehörende Wistra GmbH Köln verkauft werden. 111 der 124 Arbeitsplätze blieben erhalten. Nur 13 Mitarbeitern müsste gekündigt werden, teilte Seckler mit. «Sie erhalten das Angebot, zu 75 bis 82 Prozent ihres bisherigen Lohns in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln», spricht Volker Kohlisch, zuständiger IG-Metall-Sekretär, von einem insgesamt positiven Ergebnis am Ende eines langwierigen Verkaufsprozesses, in dessen Verlauf mehrere Interessenten abgesprungen waren. Einziger Knackpunkt: Die 13 Betroffenen müssten sich bis heute entscheiden.

Der Kaufvertrag soll bis Ende der Woche rechtskräftig werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Gläubigerversammlung, die in gut sechs Wochen zusammentritt. Mit einer Ablehnung des Verkaufs rechnet Seckler jedoch nicht, schließlich wäre die Alternative die Schließung des Werks mit dem Verlust sämtlicher Forderungen.

Gespräche mit dem Hauptgläubiger, der baden-württembergischen Landesbank, seien bereits geführt worden, erklärte Seckler. Kohlisch geht davon aus, dass die mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Montag freigestellten Mitarbeiter bereits in den nächsten Tagen wieder ihre Arbeit aufnehmen werden, und der Käufer nicht erst die rein formale Zustimmung der Gläubigerversammlung abwarten wird.

Auf Nachfrage bestätigte Helmut Hansen von der Wistra GmbH die Kaufabsicht, sprach aber noch von einigen offen Fragen, die geklärt werden müssten. Eine endgültige Entscheidung wird am Mittwoch erwartet.