Zweiter Saturn-Markt im Ostviertel geplant

Von: Robert Esser
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Aachen. Als Ziel für millionenschwere Investitionen schaut das Ostviertel längst nicht mehr in die Röhre. Fernseher, Computer und Co. könnten bald im großen Stil zwischen Elsass- und Breslauer Straße für Aufsehen sorgen.

Mit einem neuen Saturn-Elektrofachmarkt und 3500 Quadratmetern Extra-Verkaufsfläche will die Hirsch-Gruppe auf das Gelände ihres Einkaufscenters künftig erheblich mehr Kundschaft locken. „Der Standort braucht dringend Belebung. Die 10.000 Quadratmeter des Warenhauses mit dem Generalmieter Edeka reichen nicht”, sagt Investor Wolfgang Hirsch.

100 neue Arbeitsplätze

Schon 2010 könnten die Bagger anrollen. Hirsch spricht von rund 100 neuen Arbeitsplätzen. Allerdings erwarte die Media-Saturn-Gruppe in Kürze eine definitive Zusage. Dafür muss der Stadtrat das Vorhaben absegnen.

Bislang verfügt Hirsch lediglich über einen Vorbescheid der Stadtverwaltung aus dem Jahr 2008, der eine Verkaufsfläche von 1700 Quadratmetern „für zentrenrelevante Sortimente” zubilligt. Am heutigen Donnerstag wird der städtische Planungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung über einen weiteren Bauvorbescheid für die fehlenden 1800 Quadratmeter beraten, damit eine Gesamtfläche von 3500 Quadratmetern erreicht wird. Zum Vergleich: Der bestehende Saturn in der Reihstraße (Kaufhof) verfügt über 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche, Aachens Media-Markt in der Franzstraße zählt 3100 Quadratmeter.

Hirsch betont, dass die Media-Saturn-Gruppe den geplanten dritten Elektrofachmarkt in Aachen als Ergänzung versteht - und nicht etwa einen etablierten Media-Markt oder Saturn an der Reih- oder Franzstraße aufgeben wolle. „Marktanalysen haben gezeigt, dass Aachen durchaus Potenzial für einen dritten Markt besitzt”, erklärt Hirsch. Wirtschaftlich sei dies aber erst ab einer bestimmten Größe. Nun sei beim politischen Planungsprozedere Eile geboten, da die Media-Saturn-Gruppe bereits signalisiert habe, sich sonst in einer Nachbarkommune Aachens anzusiedeln, heißt es.

In trockenen Tüchern sind bereits neue Zufahrten auf das Gelände des Hirsch-Centers. Bereits im Frühjahr werde eine direkte Abbiegespur von der Breslauer Straße (analog zu Mercedes Benz gegenüber) auf das Supermarkt-Gelände führen. Auch eine Abbiegespur für stadteinwärts fahrende Autos soll eingerichtet werden. Damit investiert Hirsch, der 2008 bereits zwölf Millionen Euro in den Umbau des maroden Ex-Walmarts gesteckt hat, weitere Millionen in Aachens Ostviertel.
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