Zweite Lennet-Kann-Matinee war ein großer Erfolg

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Ein Vormittag voller Öcher Herz: Kurt Joussen gab zum Abschluss - mit Unterstützung der Kinder - den Lennet Kann. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zu einem Öcher-Platt-Festival der Generationen gestaltete sich die zweite Lennet Kann-Matinee des Theater- und Konzert-Vereins Aachen in den Burtscheider Kurparkterrassen. 450 Besucher hatten sich eingefunden, um das fast dreistündige Programm zu genießen.

Im Vordergrund der Themenauswahl, der Darsteller und Interpreten standen dabei die Öcher Kenger, die mit Gesang, Tanz und Rezitation die Beherrschung des Öcher Platt sowie ihre Sympathie für das Öcher Original, den Lennet, überzeugend präsentierten.

„Doch niemand soll verstoßen sein. Durch dick und dünn gehen wir gemeinsam“, bekannte Heike Vogt einleitend, als Vorsitzende des Theater- und Konzertvereins und charmante Moderatorin des Programmablaufs. Gleichzeitig stellte sie dabei als „Oldies“ die sieben Öcher Originale (wie beispielsweise den Spiene-Jupp, Mandele Leo, Jakob met et Fässje) vor, die sich in geselliger Runde im Hintergrund der Bühne platziert hatten.

Den Programmauftakt gaben „die Opas“ des 1960 in Horbach gegründeten Doppelquartetts, die mit einem Potpourri und durchaus jugendlichen Stimmen und klarem Klang zu einem Stadtrundgang vorbei an den Aachener Brunnen einluden. Jubel und kraftvoller Beifall des Publikums war ihnen sicher. Das Doppelquartett ist leider nur selten allein in Aachen zu hören und würde doch so manches Programm klangvoll bereichern.

„Et war net schleäht“

Dann aber gehörte die Bühne den Jüngsten. Es war das Kinderballett der Ballettschule von Maria Saake, das zunächst grazil den Schirmchen-Tanz aufführte und dann mit einer zweiten Kostprobe Bewunderung ernteten, wie der Beifall bewies. „Gemeinsam für eine Sache“, betonte Heike Vogt erneut und gab die Bühne für Dr. Manfred Birmans, den Vorsitzenden des Öcher-Platt-Vereins frei.

Sein humorvolles „Verzällche über die Öcher Kengerzitt“ endete mit dem Fazit: „Et war net schleäht. Et war et Schönnste, wat ne Öcher saje kann“. Auch Lothar Engels, mit seinem Töchterchen Ella auf dem Arm, besang die „Jölde, löstige Kengerzitt“ und wurde dabei vom Taktklatschen des Publikums begleitet.

Das wiederholte sich beim Einmarsch der Kindergarde des Oecher Storms mit ihrem Kinderkommandanten Patrick und singend „ging’s ab mit der Lufthansa in den Süden, der Sonne hinterher“. Kurt Joußen reihte sich in den Kinderchor St. Katharina Forst mit ein und stimmte an: Kenger lasst os Fastelovvend fiere“, besang anschließend den einmaligen „Öcher Kengerzoch“.

Vielversprechende Kostprobe

Einen Vorgeschmack auf die im kommenden Jahr am 31. Oktober, 19 Uhr, im Eurogress anstehende Premiere des „Lennet Kann Musicals – Teil II“ (mit sechs Folgevorstellungen) gaben Uli Havermann, das Doppelquartett Horbach, Markus Krings, der Oldie-Club und Kurt Joußen. Er hatte auch dem Wunsch des Publikums entsprechend, zu 90 Prozent Alt-Aachener Liedgut für den Teil II. des Musicals bearbeitet. Die Kostproben waren vielversprechend.

Ein krönender Ausklang der Matinee war der Auftritt der „Kenger vajjen Beverau“ der Domsingschule. „Ja, wat ne echte Öcher is“ stimmten sie an und flugs zog der Oldie-Club mit einer Polonaise über die Bühne. Zum Finale verkörperte Kurt Joußen den Lennet – das Publikum dankte den Auftretenden mit Standing Ovations und anhaltendem Beifall.

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