Zweite Etappe Aachener Historie neu vollendet

Von: Matthias Hinrichs
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Nächste Etappe im publizistischen Marathonlauf: Herausgeber und Stadtarchivar Dr. Thomas Kraus, Mitautor und RWTH-Professor Dr. Frank Pohle und Verleger Helmut Falter (v.r.) präsentieren den zweiten Band zur Geschichte Aachens, der ab 15. November in den Regalen der Buchhandlungen steht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der nächste Meilenstein auf dem langen Weg zur Vollendung einer publizistischen Großtat erhält dieser Tage den letzten Schliff. Noch hat der Herausgeber, Stadtarchivar Dr. Thomas Kraus, reichlich Arbeit vor sich, um das Register zum 2. Band der höchst ambitionierten Reihe „Aachen von den Anfängen bis zur Gegenwart“ fertigzustellen.

„Aber wir versprechen, dass das Werk ab dem 15. November im Aachener Buchhandel erhältlich ist“, verkündet Helmut Falter, Seniorchef der Mayerschen Buchhandlung und Verleger des auf insgesamt sieben Bände konzipierten Projektes, stolz.

Die erste Etappe zur Schaffung dieses – im doppelten Sinn – historischen Monuments ist bekanntlich bereits im November 2011 erfolgreich abgeschlossen worden. Rund 1100 Exemplare unter dem Titel „Die natürlichen Grundlagen. Aachens Geschichte von den Anfängen bis zu den Karolingern“ sind seither über die Ladentische gewandert.

Auf rund 580 Seiten legen sechs renommierte Wissenschaftler und Autoren nunmehr „Aachens Geschichte von den Karolingern bis zu den Staufern“ vor.

Gemeinsam spüren die RWTH-Historiker Professor Dr. Frank Pohle und Professor Dr. Harald Müller sowie Dr. Judith Ley, Bauhistorikerin an der Aachener Hochschule, und Stadtarchäologe Andreas Schaub darin einer entscheidenden Epoche der (nicht nur) regionalen Historie nach, die sie von der ersten urkundlichen Erwähnung Aachens anno 765 und der Königskrönung Karls 768 bis zum Tod Ludwigs IV. 911 datieren.

Der inzwischen emeritierte RWTH-Historiker Professor Dr. Dietrich Lohrmann steuert einen Exkurs über den Hof Karls des Großen bei. Über Aachens Entwicklung in der Ära der Ottonen und Salier (bis 1137) berichtet der Passauer Historiker und gebürtige Kölner Professor Dr. Franz Reiner Erkens.

Helmut Falter wird folglich nicht müde zu betonen, dass die höchst aufwendige Dokumentation nur dank großzügiger Unterstützung durch die Stadt Aachen und den Aachener Geschichtsverein sowie potenter Sponsoren, allen voran der Sparkasse Aachen, realisiert werden konnte und kann.

„Wenn es uns gelingt, bis zum 28. Januar 2014, Karls 1200. Todestag, 500 Exemplare zu verkaufen, können wir die derzeitige Auflage von 1500 bereits erhöhen“, sagt er. Und lockt abermals mit einem bibliophilen Bonbon für Schnellentschlossene: Bis zum 31. Oktober kann der neue Band zum Subskriptionspreis von 29,90 Euro in allen Aachener Buchhandlungen bestellt werden. Danach ist das Werk für 39,90 Euro erhältlich.

Mit Hochdruck soll das „Mammutprojekt“ (Falter) zur Fertigstellung der ersten umfassenden Darstellung der Stadtgeschichte seit Friedrich Haagens 1873/74 erschienener „Geschichte Achens“ (in der Tat noch ohne zweites „A“) in den nächsten Jahren seiner Vollendung entgegengehen.

Der Zeitplan bis hin zur Zeitgeschichte steht längst: Im Herbst 2014 bereits soll der 3. Band (Arbeitstitel: „Aachen von der Stadtwerdung bis zum Ende des 15. Jahrhunderts“) vorgelegt werden.

Nummer 4 (vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Eroberung durch die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts), Nummer 5 (Aachen in französischer Zeit 1794 bis 1814) sowie Band 6 und 7 (Aachen im 19. und 20. Jahrhundert) sollen – wenn möglich – bis 2018 fertiggestellt sein.

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