Aachen - „Zweistromland” liegt in Schutt und Asche

„Zweistromland” liegt in Schutt und Asche

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Zweistromland
Großeinsatz für die Aachener Feuerwehr am frühen Montagmorgen. Aus dem Restaurant „Zweistromland” neben der Baustelle des neuen Tivoli schlugen Flammen. Foto: Jaspers

Aachen. „Zukunft ist gesichert”, lautete die Schlagzeile am 23. April 2008 in der AZ. Damals hatte es der Pächter des Restaurants „Zweistromland” an der Krefelder Straße geschafft, seinen Vertrag bis zum 31. Januar 2014 verlängert zu bekommen.

Eigentlich war das Gelände für Parkplätze des neuen Tivoli vorgesehen, doch da machte der Pächter, der noch einen laufenden Kontrakt hatte, nicht mit.

Das Stadion musste nun quasi um dieses Grundstück herum gebaut werden. Seit Montag existiert das „Zweistromland” jedoch nicht mehr. Es ist bei einem Großfeuer in der Nacht zum Montag völlig zerstört worden. Geblieben war am Montagmorgen nur das rauchende Gerippe des Flachbaus. Der Schaden liegt bei mehr als einer halben Million Euro.

Es war kurz vor drei Uhr, als ein Lkw-Fahrer bei der Feuerwehr Alarm schlug. An der Krefelder Straße sei in einem Gebäude ein Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehr machte mächtig mobil. Unter anderem in Haaren heulten die Sirenen. Vier Löschzüge - zwei der Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Haaren und Mitte - eilten mit rund 60 Mann zur Einsatzstelle.

Als sie ankamen, stand das Gebäude lichterloh in Flammen. Mit sechs C-Rohren und zwei Wasserwerfern versuchten die Helfer noch zu retten, was zu retten war. Letztlich ging es aber nur um Schadensbegrenzung.

Nach rund anderthalb Stunden hatten sie das Feuer in der Gewalt, gänzlich gelöscht war es erst am Mittag. Die Wasserversorgung stellten die Einsatzkräfte an der Ecke Merowingerstraße sicher und mussten von dort lange Leitungen legen.

Das deswegen, weil man sonst quer über die Krefelder Straße hätte gehen müssen. Das hätte wiederum die Haupteinfallstraße völlig lahmgelegt. Zwischenzeitlich wurden auch noch die Löschzüge Kornelimünster und Verlautenheide alarmiert.

Als das Gebäude wieder begehbar war, nahm die Kriminalpolizei die Suche nach der Brandursache auf. Eigentümerin der Immobilie ist seit 1. Mai 2008 indes die Stadt, nachdem sich der Post-Telekom Sportverein von der Parzelle zurückgezogen hatte.

Dort will man nun alle Umstände genau prüfen. Dabei geht es auch um den umfangreichen Pachtvertrag. Ob das Gebäude allerdings für fünf Jahre noch einmal aufgebaut wird, erscheint indes zweifelhaft. Ein Ergebnis der Brandermittlungen liegt bislang noch nicht vor.
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