Aachen - Zwei Tage lang führen (fast) alle Wege zur Kunst

Zwei Tage lang führen (fast) alle Wege zur Kunst

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
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Imposantes Format: Olaf Müller, Nicoletta Müllender, Susanne Schwier, Heinrich Hüsch und Britta Hoog (v.l.) präsentieren im Rahmen der Kunstroute auch ein 16 Quadratmeter großes Graffito von Lars Kesseler in der Aula Carolina – unser Bild zeigt einen Ausschnitt.

Aachen. Kondition bleibt gefragt in der Kulturstadt. Der Schlussakkord des September Special ist kaum verklungen, da wird schon die Ouvertüre zum nächsten Marathon für Musenkinder vernehmbar. Diesmal gilt: Wer in Sachen Kunstvermittlung auf sich hält, der hat nächstes Wochenende eine Fahne – jedenfalls vor der Tür und in Gestalt des pinkfarbenen Banners, das zwei Tage lang an zahlreichen Ecken der Stadt flattern wird.

Mit exakt 40 Stationen lockt die 19. Aachener Kunstroute am Samstag, 24. September, und am Sonntag, 25. September (jeweils 11 bis 18 Uhr), zur kreativen Erkundungstour durch die gesamte Innenstadt (und darüber hinaus). Sämtliche Museen, etliche Galerien und Ateliers öffnen ihre Pforten einmal mehr zum Nulltarif.

„Mit über 200 beteiligten Künstlern ist die Kunstroute längst zur bestens etablierten Marke mit großer Strahlkraft über die Region hinaus gereift. Auch in diesem Jahr erwarten wir, nicht zuletzt dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit Stadt und Sponsoren, bis zu 20.000 Besucher“, frohlockt Heinrich Hüsch, seines Zeichens maßgeblicher Organisator des Events, das in erster Linie von der Initiative Aachener Kunstinstitutionen gestemmt wird.

Denn nicht nur sehen (und gesehen werden) lautet einmal mehr die Devise, wie auch Kulturdezernentin Susanne Schwier und Olaf Müller, Leiter des städtischen Kulturbetriebs, betonen. Vernissagen, Führungen, Lesungen – insgesamt nicht weniger als 57 Veranstaltungen – ergänzen das Repertoire. Livemusik zum Mitgehen in jeder Hinsicht gibt‘s ebenfalls: Auch die 20-köpfige niederländische Blaskapelle „Miserabel“ wandelt zwei Tage auf den Pfaden des Präsentationsreigens (gelegentliche witzige Showeinlagen inklusive, verspricht Hüsch).

Und natürlich kann man mit zahlreichen Künstlern ins Gespräch kommen. Kunstroute gleich kreative Kontaktbörse – auch diese Rechnung soll am Wochenende auf jeden Fall wieder aufgehen.

Das gilt in besonderem Maße für die zentrale Anlaufstelle im weit gestreuten Parcours. In der Aula Carolina in der Pontstraße geben die Macher nicht nur Orientierungshilfen in Sachen Marschrouten. Über 50 Künstler zeigen dort unter dem Titel „Spektrum 2016“ Bilder, Skulpturen und Installationen.

Die Ausstellung wird (wie einige andere ebenfalls) bereits am Freitag um 20 Uhr eröffnet. Einen ganz besonderen Hingucker liefert dabei der bekannte Graffito-Künstler Lars Kesseler. Anlässlich der Projektreihe „Aachen 2025 – digitalen Wandel erleben“, die ebenfalls am Wochenende mit vielen Veranstaltungen lockt, präsentiert er ein neun mal 1,80 Meter großes Werk namens „Urban Picture 2025“ aus der Sprühpistole, das sich auf seine Weise mit den Herausforderungen der virtuellen Realitäten auseinandersetzt – wie übrigens zahlreiche weitere Objekte, die sich auf Einladung der „Aachen 2025“-Macher kritisch mit dem Thema auseinandersetzen.

Apropos digital: Erstmals gibt es auch eine eigene App mit sämtlichen Infos zur Kunstroute, die ab sofort (über den Apple-Store für IOS und den Play-Store für Android) heruntergeladen werden kann.

Damit nicht genug: Natürlich sind alle Exponate im Rahmen des Präsentationsreigens auch zu erwerben – und es gibt ein attraktives Gewinnspiel für alle, die zumindest ein bisschen Kondition in Sachen Kulturerlebnis der besonderen Art mitbringen .

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