Zwei Millionen Euro mehr für akute Reparaturen

Von: Thorsten Karbach
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Die Außenanlage von Kalverben
Die Außenanlage von Kalverbenden 2 blüht wieder auf: 150.000 Euro können hier endlich investiert Foto: Michael Jaspers

Aachen. Zwei Millionen Euro kostet es, diesen Stau zu lösen. Die Rede ist von einem Unterhaltungsstau, den das städtische Gebäudemanagement zuletzt beklagte. Dringend erforderliche Maßnahmen wurden immer wieder verschoben.

Erst die zusätzlichen Mittel, die es nun pro Jahr geben soll, lassen die Bauleute zur Tat schreiten. „Wir konnten in den letzten Jahren nicht so viel reparieren, wie wir hätten reparieren müssen”, sagt Evelin Wölk vom städtischen Presseamt.

2002 wurden Mittel im städtischen Haushalt für Reparaturen an städtischen Nichtschulgebäuden eingesetzt. Sechs Millionen Euro im Jahr. Während in die Schulen seit Jahren zig Millionen investiert werden, waren die Mittel für alle anderen Häuser allzu knapp bemessen. „Die Mittel wurden von der Realität eingeholt”, sagt Wölk. „Nur das Nötigste” konnte abgearbeitet werden.

In einer Vorlage für den Betriebsausschuss Gebäudemanagement (tagt am 3. Mai um 17 Uhr im Verwaltungsgebäude Mozartstraße) ist davon die Rede, dass lediglich „Maßnahmen zur Erfüllung der Aufrechterhaltung des Betriebes, also akut notwendige Arbeiten” finanziert werden konnten. 2010 gab es dann erstmals die zusätzlichen zwei Millionen, allerdings so spät, dass sie nicht mehr komplett ausgeschöpft wurden. Sie werden in Rücksprache mit der Kämmerei im laufenden Jahr investiert. Und 900.000 Euro wurden auch schon ausgegeben.

Schwerpunkte sind dabei neue Heizungsanlagen, Fassadensanierungen, Dacharbeiten und Fenstertausch. „Es geht immer um die Betriebssicherheit der Gebäude. Wenn Verletzungsgefahr etwa für Kinder in einer Kita besteht, dann handeln wir sofort. Für Schönheitsreparaturen fehlt aber das Geld”, erklärt Wölk.

So wurden bereits 2010 zehn Kindertagesstätten für 348.552 Euro bearbeitet. Allein am Eibenweg wurden 57.300 Euro in Bodenbeläge und Innenwandbekleidungen gesteckt. Im laufenden Jahr stehen sieben Maßnahmen im Wert von 365.500 Euro auf der Agenda. Wobei beispielsweise die Baustelle Kalverbenden 2 schon 2010 in Angriff genommen werden sollte und bis dato ruhte. Nun aber gibt es Fenster für mehr als 40.000 Euro und eine Überarbeitung des Außengeländes für 150.000 Euro.

Im Bereich Kultur wurde 2010 nur die Außenwandbekleidung der Stadtbibliothek für 100.000 Euro erneuert. In diesem Jahr wird hier für 150.000 Euro das Dach saniert. Das Suermondt-Ludwig-Museum bekommt für 26.000 Euro neue Fenster. Auch eine Dachsanierung des Ludwig-Forums für 100.000 Euro ist in Planung. In Sportanlagen werden 237.500 Euro investiert, in soziale Einrichtungen und Wohnungsbau 291.000 Euro und in die Verwaltungsgebäude 220.000 Euro. Das Bezirksamt Kornelimünster bekommt beispielsweise für 44.000 Euro neue Fenster.

Fast 40 Einzelmaßnahmen sind es in allen Bereichen insgesamt. Und letztlich hält sich das Gebäudemanagement 100.000 Euro in der Hinterhand, eine Reserve für unvorhersehbare Schäden. Damit sich deren Behebung nicht wieder staut.
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