Aachen - Zwei Könige und Maffay huldigen Schulz

Zwei Könige und Maffay huldigen Schulz

Von: Robert Esser
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FOTO: HARALD KROEMER DATE: 28.05.2014 Karlspreisverleihung an Herman Van Rompuy Job : Preis 14

Aachen. Rauchforellenröllchen im Sesammantel, Filetsteak in Sarriette-Jus, Ivoire-Schokoladen-Terrine und Erdbeereis: Wenn die Crème de la Crème der europäischen Politprominenz am Vorabend der Karlspreis-Verleihung an EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Aachens Aula Carolina diniert, serviert Quellenhof-Küchenchef Marcus Danner Speisen vom Feinsten.

Sieben Staatsoberhäupter, acht Karlspreisträger, zwei Regierungschefs, Spaniens König Felipe VI., der König von Jordanien Abdullah II. bin al-Hussein und dutzende weitere politische Schwergewichte werden vor dem Festakt an Christi Himmelfahrt – Donnerstag, 14. Mai – in der Kaiserstadt erwartet. Was es den Organisatoren und Sicherheitsorganen nicht leicht macht.

Obgleich natürlich bei Stadtoberhaupt und Karlspreisdirektorium die Begeisterung über den beispiellosen Andrang hochkarätiger Persönlichkeiten überwiegt. Das war am Mittwoch bei einer weiteren Pressekonferenz zum bevorstehenden Gipfeltreffen unübersehbar. „Das Interesse ist enorm und belegt die hohe Wertschätzung des Karlspreises“, freute sich Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Eine solche Gästeliste habe ich in den vergangenen 30 Jahren noch nie erlebt“, strahlte Direktoriumssprecher Dr. Jürgen Linden. Dies spreche für die Bedeutung der laut Altkanzler Helmut Kohl „wichtigsten politischen Auszeichnung Europas“ und die Wahl des diesjährigen Karlspreisträgers Martin Schulz, erklärte Linden. Einzigartig in der Geschichte des Karlspreises dürfte auch das musikalische Programm für die 800 handverlesenen Gäste des Festakts im Krönungssaal (und für WDR-Zuschauer live von 11.15 bis 12.45 Uhr) werden: Pop- und Rockstar Peter Maffay – seit den 1970er Jahren ein enger Freund des Würseleners Martin Schulz – singt seinen Hit „Über sieben Brücken musst du geh‘n“, begleitet vom Aachener Sinfonieorchester.

Neue Brücken baut das Karlspreisdirektorium dieses Jahr auch mit der Einladung des jordanischen Königs. Seine Majestät wird als erster außereuropäischer Redner der Karlspreis-Historie den Blick in den Nahen Osten öffnen und dabei auch eine Problematik, vor der Europa in anderer Form steht, thematisieren: „Jordanien hat als Zuwanderungsland mitten in einem Krisengebiet bereits so viele Flüchtlinge aufgenommen wie Belgien Einwohner hat“, stellte Linden fest. Die beiden anderen Redner – Bundespräsident Joachim Gauck und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande – sollen nach dem Wunsch des Direktoriums die deutsch-französische Achse in Schwung bringen.

Apropos: „Alle Abteilungen rotieren auf Hochtouren“ sagte OB Philipp – vor allem das Protokoll. Wegen der höchst prominenten Gäste ist am Donnerstag beim Fest auf dem Katschhof mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zu rechnen. Es wird weitere Absperrbereiche, mehr Polizei und Ausweiskontrollen beim Publikum geben. Trotzdem sollen sich viele „Stargäste“ mittags auf der Katschhofbühne zeigen. Davor gibt‘s fürs Volk Currywurst und Fritten.

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