Zwei Aachener erhalten Stifterpreis für ehrenamtliches Engagement

Von: Kathrin Albrecht
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Bringt den Kinder Fußball, Deutsch und Sozialverhalten bei: Preisträger Abdelkrim Djil (2. von rechts) mit Sparkassenvorstand Hubert Herpers (links, für die Stiftung), Laudatorin Bürgermeisterin Margrethe Schmeer und Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Foto: Andreas Steindl
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Ausgezeichnet für seine außerschulische Arbeit mit Migranten: Nurhan Karacak (links) mit Laudator Helmut Etschenberg. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wer ein Ehrenamt ausübt, investiert viel Zeit neben Beruf und Familie, um sich für andere Menschen zu engagieren. Ohne ehrenamtliche Kräfte würde es auch in der Städteregion Aachen viele Einrichtungen so nicht geben. Das hat auch die Stiftung ehrenamtliches Engagement in der Städteregion Aachen erkannt und lobt seit einem Jahr einen Stifterpreis für diese ganz besonderen Menschen aus.

Jetzt wurde dieser im feierlichen Rahmen im Mediensaal des Hauses der Städteregion verliehen. Auch in diesem Jahr hatte das Kuratorium unter den zahlreichen Vorschlägen die Qual der Wahl. „Alle vorgeschlagenen Projekte hätten einen Preis verdient“, so der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums Klaus Dieter Wolf. Neben nominierten und auszuzeichnenden Gästen waren auch einige Bürgermeister aus der Städteregion gekommen. „Du gehörst dazu! Für eine bunte Gesellschaft“ lautete der Schwerpunkt, unter dem der diesjährige Stifterpreis ausgelobt wurde. Jedes Projekt erhält eine Fördersumme von 2500 Euro. Ausgezeichnet wurden dabei Initiativen, Gruppen und Menschen, die sich in ihrer Arbeit für Kinder und Jugendliche engagieren.

Zweimal ging die Auszeichnung an ehrenamtliche Projekte in Aachen. Der gebürtige Algerier und ehemalige Fußballprofi Adelkrim Djili leitet seit zehn Jahren zwei Fußball-AGs an der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße. Fußball ist hier das Mittel der Integration. Die Kinder lernen spielerisch, sich an Regeln zu halten und ganz nebenbei auch die deutsche Sprache, denn während des Trainings wird nur Deutsch gesprochen. Für die Jury war dies „eine überzeugende Idee“, für die Djili die Auszeichnung von Laudatorin, Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, entgegen nehmen durfte. „Ich mache nur meinen Job“, so der Fußballtrainer bescheiden aber über das ganze Gesicht strahlend auf die Frage, was ihm diese Auszeichnung bedeutet. „Kinder sind wichtig und die Arbeit mit ihnen“, fügt er hinzu.

Grund zum Strahlen hatte auch Nurhan Karacak. Seit 2003 engagiert er sich in der außerschulischen Bildung von Migranten. Auch, wenn er für die Nachwuchskategorie mit seinem Geburtsjahrgang 1957 etwas zu alt erscheinen mochte, wie Laudator Städteregionsrat Helmut Etschenberg augenzwinkernd bemerkte, so erachtete die Jury diesen Preis als gerechtfertigt, denn mit seinem Engagement hat Karacak ein Schneeballsystem ausgelöst, in dem sich zahlreiche „seiner Schüler“ ihrerseits in der Bildung Jüngerer engagieren. Das Geld will Karacak für die Gründung eines Vereins einsetzen. Ein Ideenklub Europa soll entstehen, in dem junge Menschen sich nahhaltig engagieren können und Projekte entwickeln, die der Gesellschaft zugute kommen sollen. Den musikalischen Rahmen der Preisverleihung bildete das Trio „Die Drei“ mit Klassikern aus Jazz, Musical und Schlager.

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