Zur Urlaubszeit wird noch mehr gebuddelt

Von: Robert Esser
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Noch immer: Nach monatelanger
Noch immer: Nach monatelanger Verzögerung soll die Zollernstraße bald fertig sein. Foto: Robert Esser

Aachen. Obwohl in der Ferienzeit spürbar weniger Autos durch die Stadt rollen, ist an vielen Engstellen Geduld gefragt. Denn Baustellen kennen keine Sommerpause - im Gegenteil. Seit Montag ist beispielsweise die Von-Coels-Straße zwischen Außenring und Hausnummer 24 nur noch Einbahnstraße.

Bis Samstag sollen die Asphaltarbeiten beendet sein. Am 23. Juli rückt der Bautrupp an der Lütticher Straße an. Nach Anwohnerbeschwerden war die Erneuerung des maroden Straßenbelags verschoben worden.

Nun wird der Bereich zwischen Limburger Straße und Amsterdamer Ring - kürzer als zunächst geplant - nur für einen Tag komplett gesperrt. Vier Tage lang regelt eine Baustellenampel den Verkehr, der einspurig vorbeigeführt wird. Gleichzeitig beginnt eine größere Kanalbaumaßnahme am Driescher Hof: Dort wird die Stettiner Straße inklusive Nebenstraßen von der Herderstraße bis zur Königsberger Straße saniert.

In Hahn bringt die Stadt die Brücken über der Inde und den Bechheimer Bach auf Vordermann. Außerdem baut man den Gehweg vor der Kirche und Busbuchten um. Die Stawag legt neue Wasser- und Versorgungsleitungen. Bis zum 20. August ist die Zufahrt in die Dorfstraße nur noch über die Hahner Straße aus Walheim möglich. Bis November soll alles erledigt sein.

Ende August will die Stawag - mit mehreren Monaten Verspätung - die umfangreichen Arbeiten auf der Zollernstraße beenden. Sie ist seit dem Wochenende wieder zu befahren. Danach zieht die Tiefbau-Kolonne in die Schlossstraße weiter - und auf der Normaluhr beginnen komplexe Markierungsarbeiten für Fahrradschutzstreifen. Obwohl in der Urlaubszeit rund 20 Prozent weniger Fahrzeuge im Berufsverkehr erwartet werden, sind Staus programmiert.

Lange Verzögerungen gibt es - unter anderem - auch am Markt, der Prinzenhofstraße und der Ursulinerstraße. Hier hätten Archäologen teils sensationelle Funde gemacht, die noch dokumentiert werden müssten, erklärt Regina Poth. Die Abteilungsleiterin Straßenbau hofft, dass die Bauarbeiter hier bald wieder die Regie übernehmen.

„Aber die Archäologie hat in der historischen Altstadt natürlich Vorrang”, sagt sie. Im Juli will die Stawag noch Kanäle und Versorgungsleitungen in der Hein-Janssen-Straße, Rolandstraße, am Soerser Weg und Adalbertsteinweg (Ottostraße bis Kaiserplatz) in Angriff nehmen. Ab August sind Salierallee (Siegelallee bis Mühlental) und Jülicher Straße (Berliner Ring bis Talbotstraße) dran.

Auch außerhalb der Ferien gilt: Von dem rund 8000 Kilometer langen Leitungsnetz muss die Stawag jährlich 200 Kilometer überholen - was einer Grabenlänge von 20 bis 25 Kilometern und damit (theoretisch) einem riesigen Stau von Aachen bis Roetgen entspricht.
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