Zur Optik kommt nun die perfekte Akustik

Von: Christoph Hahn
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Besser hören im Dom: Dompropst Helmut Poqué und Dombaumeister Helmut Maintz freuen sich über die neue akustische Ausstattung. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das Domkapitel gibt einen Teil, Sponsoren legen den Rest dazu. Ein finanzieller Mix macht es möglich, dass das Münster mit einer neuen Lautsprecher-Anlage ausgestattet wird. Rund 100 000 Euro sollen, wie Dombaumeister Helmut Maintz mitteilt, die Geräte und ihr Einbau kosten. Einen Stichtag gibt es auch schon – den 20. Juni 2014: „Spätestens zur Heiligtumsfahrt soll alles installiert sein“, versichert Maintz.

Auch bei Dompropst Helmut Poqué ist die Freude groß – zum Beispiel darüber, dass sich die Lautsprecher optimal in das Erscheinungsbild der Bischofskirche einfügen. Aber noch mehr liegt der Pfiff in den technischen Details, auf deren Realisierung sich Maintz nicht minder freut. Denn die Lautsprecher werden nicht bloß aufgehängt – ihr Innenleben wird so ausgerichtet, dass jeder Platz optimal beschallt ist. Zu den Feinheiten erklärt der Dombaumeister: „Die Anlage wird so ausgerichtet, dass sich nichts überlagert.

Bedient werden kann sie vom Küster in der Sakristei – und kann je nachdem, ob eine Werktagsmesse oder eine Hochamt mit Teilnehmer im Oktogon und in der Chorhalle ansteht, mit einem Handgriff optimiert werden. Ganz aus dem Bauetat des Doms finanziert worden ist eine weitere akustisch-technische Neuerung, die immerhin mit 15.000 Euro zu Buche schlägt. Seit wenigen Wochen ist eine Anlage in Betrieb, die hörbehinderten Menschen die Teilnahme an den Gottesdiensten ermöglicht.

Nach und nach, seit 1998 in der Chorhalle sowie zwischen 2008 und 2011 bei der Innensanierung des Oktogons, wurde gut versteckt eine Leitung angelegt, durch die danach nur noch ein Kabel geführt werden musste. Dieses Kabel wird durch ein Verstärkergerät zum elektromagnetischen Feld, das Schallsignale zum Hörgerät schickt – sofern sich dessen Schalter in der „T“-Stellung befindet. Dadurch werden die Signale aus der Induktionsschleife zum Ton, der dann durch den Schallwandler des Hörgerätes zum Ohr geleitet wird.

„Ich stelle zu meiner Freude fest, dass Behinderte nun hier stärker in die Gesellschaft einbezogen werden“, begrüßt Poqué den Einbau. Von den Gläubigen sei das Angebot gut aufgenommen worden.

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