Zum Prusten: Der Wassermann sitzt auf dem Trockenen

Von: Robert Esser
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Das Auffangbecken wurde trockengelegt. Der Grund: Der Wassermann, beziehungsweise die unter ihm liegende Betonschale, ist nicht ganz dicht. Foto: Jansen

Aachen. Zwölf Jahre nach der vollständigen Sanierung des Tritonenbrunnens oberhalb des Kaiser-Friedrich-Parks speit der Wassermann keine Fontäne mehr. Die Anlage – eine von insgesamt 68 Brunnenanlagen in der Stadt Aachen – musste stillgelegt werden.

Das Auffangbecken wurde trockengelegt. Der Grund: Der Wassermann, beziehungsweise die unter ihm liegende Betonschale, ist nicht ganz dicht. „Der Stadtbetrieb versucht schon seit Wochen, einige eigentlich simple Arbeiten im Becken durchzuführen. Dort müssen einige in die Jahre gekommene Dichtungsfugen erneuert werden“, erklärt Axel Costard vom städtischen Presseamt. „Normalerweise wäre dies innerhalb weniger Tage erledigt. Aber das extrem unbeständige Wetter kommt uns immer wieder in die Quere“, erläutert er. Denn die Fugendichtmasse kann nur aushärten, wenn sie von oben nicht direkt wieder durchnässt wird.

Bei den Sanierungsarbeiten im Jahr 2004 war das Becken quasi außen vor. Man hatte sich auf den betagten Brunnen selbst, ein ausgewiesenes Baudenkmal, konzentriert. Ursprünglich war der Tritonenbrunnen von 1906 bis 1910 nach Plänen des Bildhauers Carl Burger vor dem Aachener Hauptbahnhof errichtet worden. 1905 war der neue Bahnhof errichtet worden. 1923 zog der Brunnen an seinen heutigen Standort an die Kaiser-Friedrich-Allee um. Er ist aus Sandstein gefertigt und wird mit Wasser aus der Pau gespeist, das dann weiter abwärts Richtung Hangeweiher fließt. Die halbrunde Mauer, auf der der griechische Meeresgott thront, stammt ursprünglich übrigens von einem anderen Denkmal. Die Mauer umschloss schon ab 1872 das Kriegerdenkmal Johann Friedrich Drakes vor dem damaligen Rheinischen Bahnhof – und zog nach dem Abriss mit zur Parkanlage auf der Kaiser-Friedrich-Allee.

Der Aachener Stadtbetrieb ist dieses Jahr an mehreren Brunnen der Kaiserstadt mit Reparaturarbeiten beschäftigt. So muss zum Beispiel ein Abflussleitungsschaden unter der Brunnenanlage an der Hermann-Heusch-Straße behoben werden. Auch die Brunnenanlage an der Monheimsallee ist derzeit außer betrieb, weil Becken teilweise undicht sind. Das Bahkauv – der populäre Brunnen am Büchel – wurde unterdessen abgestellt und eingerüstet, um in unmittelbarer Umgebung Bauarbeiten durchführen zu können. „Einige kleinere Brunnen werden im laufe des Sommers immer mal wieder kurz aus dem betrieb genommen, um kleinere Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigen zu können“, sagt Costard.

Die Stadt ist jedoch zuversichtlich, dass Sanierungen nun zu Ende gebracht werden können, sobald wettertechnisch eine längere Trockenperiode prognostiziert wird. „Wir stehen in den Startlöchern, dann soll es sofort losgehen“, bestätigt Costard. Insgesamt seien für die Reparaturen nur einige 1000 Euro eingeplant – kein Vergleich zur Sanierung des Wassermanns 2004. Die hatte 57.000 Euro gekostet.

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