Zum Abschied verbreitet der Bischof viel Optimismus

Von: Martina Stöhr
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Selbst der letzte Platz – des Festredners – ist nicht wirklich frei: Anlässlich des 75. Geburtstags von Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff war die Aula des Pius-Gymnasiums rappelvoll. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Die Zukunft, auf die wir zugehen, ist die Zukunft, die Gott uns schenkt. Und wir sind dabei.“ Mit diesen optimistischen Worten verabschiedete sich Bischof Heinrich Mussinghoff am Samstag im Pius-Gymnasium von seinem Bistum.

Gekommen war eine Vielzahl von Gästen, um dem scheidenden Bischof während einer Überraschungsfeier zum 75. Geburtstag zu gratulieren. Neben Talkrunden und filmischen Geburtstagsgrüßen sogar aus Kolumbien sorgte die Kabarettistin Monika Hintsches als Trude Backes für wahre Lachsalven. Kein Wunder, denn Trude trat ganz ohne Berührungsängste auf Mussinghoff zu, bewunderte sein rotes Mützken und vermutete, dass das wohl der Grund für sein jugendliches Aussehen sei.

Mit den Rheinländern habe der Westfale so seine Startschwierigkeiten gehabt, meinte sie und kam schließlich zu dem Schluss, dass sie ihren Willy für einen Mann wie Mussinghoff wohl hätte stehen lassen.

Lange Gratulantenreihe

Der Reigen all jener, die Mussinghoff ihre Wünsche überbrachten war lang. Priesterrat, Sant‘Egidio, Superintendent Hans-Peter Bruckhoff, Christliche Arbeiterjugend (CAJ), Katholische junge Gemeinde, der Diözesanrat, der Vorsitzende des kolumbianischen Bischofskonferenz, die Laien im Gemeindedienst, Vertreter der Caritas und, und, und. Sie alle zeichneten ein Bild von Mussinghoff, das vor allem von seiner menschlichen Güte, viel Herz und Aufgeschlossenheit geprägt ist.

Das Zusammenspiel von Kirche, Gesellschaft und Politik sei ihm wichtig, hieß es da, und er sei ein Bischof, mit dem der Dialog möglich ist. „Er ist ein moderner Bischof“, meinte schließlich der Ressortleiter Politik des Zeitungsverlags, Peter Pappert, ganz schlicht. Und dazu passt dann auch Mussinghoffs Aufgeschlossenheit für die Idee, Laien im Gemeindedienst einzusetzen.

Offensichtlich hat sich Mussinghoff trotz seiner anfänglich „gestandenen und schweigsamen Art“ im Laufe der Jahre viele Freunde gemacht im Rheinland. Und die vielen Lobeshymnen und humoristischen Attacken ließ er auch jetzt noch mit großer Gelassenheit über sich ergehen. Dass ihn der Diözesanrat in einem filmischen Einspieler als lebendigen Schatz mit dem T-Shirt-Aufdruck „Mich schickt der Himmel“ aus einer Truhe auftauchen ließ, muss ihm ja auch geschmeichelt haben. „Es war ganz wunderbar“, bedankte er sich für die Überraschungsfeier im Pius-Gymnasium an der Eupener Straße, das aus allen Nähten platzte.

Lebendigkeit des Bistums

Die Feier mit ihren vielen Beiträgen spiegele nicht zuletzt auch die Lebendigkeit des Bistums wider. Und das hält er nach wie vor für „das schönste und aufregendste Bistum Deutschlands“.

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