Zuhörer erleben vielleicht berührendste Seite der Musik

Von: krü
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Musikalische Gestaltung: Der Männergesangsverein Setterich 1979 unter der Leitung von Elena Sibirtseva überzeugte im Krönungssaal. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die zentrale Jubilarfeier des Chorverbandes Städteregion Aachen ist jedes Jahr für alle Beteiligten ein besonderes Ereignis an historischer Stätte: Der Krönungssaal des Rathauses ist auch an diesem Ehrungsabend stets gut gefüllt. Wilfried Leisten, Vorsitzender des Chorverbandes der Städteregion Aachen, begrüßte die Schar der Jubilare, ihre Familien und Freunde. „Ich freue mich, sie alle hier zu sehen, die sie viele Jahre und Jahrzehnte dem Gesang treu geblieben sind“, sagte Leisten.

Für den musikalischen Rahmen hatte der Chorverband zwei erstklassige Chöre aus dem Norden der Städteregion verpflichtet. Den Auftakt machte der Männergesangsverein Setterich 1979 unter der Leitung von Elena Sibirtseva mit dem Lied „Stunden der Harmonie“, alter russischer Kirchenmusik und dem Lied „Ein Vöglein sang“. Viel Vergnügen bereitete zwischen den Grußworten auch der Mariadorfer Frauensingkreis unter der Leitung von Chordirektor Heinz Dickmeis.

Thorsten Potthoff, Vorsitzender der Sängerjugend NRW, stellte in seiner Festansprache heraus, wie wichtig es ist, junge Menschen für den Gesang zu begeistern.

Bürgermeisterin Hilde Scheidt unterstrich in ihrem Grußwort, dass Chormusik wieder modern sei. „Heute Abend haben uns bereits die ersten drei dargebotenen Lieder aus dem Alltag entführt. Chorgesang, also die Musik, die von Menschen selbst gemacht wird, hat etwas Berührendes. Lange Zeit belächelt, erlebt sie heute eine Renaissance, ist beliebt bei Jung und Alt.“ Bei der diesjährigen Chorbiennale etwa hätten am Abschlussabend 3000 Sänger auf dem Marktplatz begeistert.

„Musik ist eine universelle Sprache, die in allen Ländern dieser Welt gesprochen wird. Wenn Menschen singen, verstehen sie sich“, betont Scheidt. Was die Jubilare leisten würden, sei einfach fantastisch. „Ihr großes Können bedarf viel Übung. Sie sind 25 bis 50 Jahre dabei, und das zur Freude ihrer Mitmenschen.“

„Füreinander da“

Nicht nur der Gesang, auch die Arbeit im Hintergrund sei erwähnenswert: Die Suche nach geeigneten Räumen, die Organisation von Notenbüchern und Fahrten. „Darüber hinaus helfen Sie sich im Verein und sind füreinander da“, lobte Scheidt das ehrenamtliche Engagement, welches das entscheidende Fundament für den wunderbaren Gesang bilde.

Zum Abschluss des wunderbaren Festabends sangen alle „Auf Kaiser Karls geweihter Erd‘ wird deutscher Sang und Klang geehrt. Wie Karls des Großen starke Macht entfalt‘ sich deutsche Liederpracht.“

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